Die Konsumstimmung in Deutschland hat im August einen Dämpfer erhalten. Wie das aktuelle Konsumbarometer des Handelsverbandes Deutschland (HDE) zeigt, sinkt der Wert im Vergleich zum Vormonat leicht und beendet damit den positiven Trend der vergangenen Wochen. Im Jahresvergleich fällt die Eintrübung sogar deutlich stärker aus.
Als wesentlicher Belastungsfaktor gelten die wieder zunehmenden geopolitischen Spannungen, insbesondere im Nahen Osten. Der Konflikt zwischen dem Iran und den USA wirkt sich negativ auf die gesamtwirtschaftlichen Perspektiven aus und sorgt für Verunsicherung bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern. Entsprechend wächst die Zurückhaltung beim Konsum: Für die kommenden Wochen planen viele Haushalte, ihre Sparanstrengungen zu erhöhen.
Auch die Einschätzung der konjunkturellen Entwicklung fällt pessimistischer aus als noch im Vormonat. Gleichzeitig zeigt sich jedoch ein differenziertes Bild: Die Einkommenserwartungen steigen weiter und liegen nur knapp unter dem Vorjahresniveau. Zudem rechnen die Verbraucherinnen und Verbraucher mit einer weiter sinkenden Inflationsrate.
Die anhaltenden geopolitischen Risiken erhöhen den Druck auf die wirtschaftliche Entwicklung insgesamt. Solange der Konflikt anhält, dürfte die Verunsicherung hoch bleiben und die Konsumneigung entsprechend gedämpft werden. Kurzfristige politische Maßnahmen können diese Effekte laut HDE kaum kompensieren.
Das HDE-Konsumbarometer erscheint monatlich und basiert auf einer Umfrage unter 1.600 Personen. Es misst die erwartete Stimmung in den kommenden drei Monaten und gilt als wichtiger Frühindikator für die Entwicklung des privaten Konsums in Deutschland.