Zwar ging die Zahl der einfachen Ladendiebstähle im Vergleich zum Vorjahr zwar um 6 % zurück, der Verband sieht darin jedoch keine grundlegende Entspannung der Lage.
HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth betont, dass der Rückgang nicht über das Ausmaß des Problems hinwegtäuschen dürfe. „Der leichte Rückgang der Ladendiebstähle im Vergleich zum Vorjahr darf uns nicht darüber hinwegtäuschen, dass dem Einzelhandel jährlich ein Schaden von drei Milliarden Euro durch Diebstahl entsteht. Die Zahl der Ladendiebstähle ist nach wie vor inakzeptabel hoch. Ladendiebstahl ist kein Kavaliersdelikt“, mahnt Genth.
Besonders kritisch sieht der HDE das große Dunkelfeld. Nach Einschätzung des Verbandes wird ein Großteil der Diebstähle nicht angezeigt und taucht deshalb nicht in der Statistik auf. Der HDE geht davon aus, dass mehr als 90 % der Taten nicht erfasst werden.
Sorge bereitet dem Verband zudem der schwere, etwa bandenmäßig organisierte Ladendiebstahl. Mit mehr als 25.000 angezeigten Fällen blieb die Zahl 2025 auf hohem Niveau. „Viele Handelsunternehmen geben an, dass in der Praxis Anzeigen nicht weiterverfolgt und nach kurzer Zeit fallen gelassen werden. Daher ersparen sie sich oftmals den Aufwand und bringen Diebstähle gar nicht zur Anzeige. Wir fordern deshalb die konsequentere und spürbarere Bestrafung von Ladendiebstählen“, so Genth. Und weiter: „Insbesondere der bandenmäßig organisierte und gewerbsmäßige Ladendiebstahl muss intensiver bekämpft werden“, erklärt Genth.