Zwar liegen die Zahlen für das Gesamtjahr 2022 noch nicht vor, doch konnten bis Ende November deutliche Umsatzzuwächse im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erzielt werden. Die deutschen Lederwaren- und Kofferhersteller konnten ihre Verkaufserlöse um 13,6 Prozent auf 458 Mio. Euro bis Ende November steigern.
Besonders wichtig sei hier der Handel im europäischen Binnenmarkt bzw. der Auslandsumsatz mit der Eurozone mit einem Umsatzplus von über 70 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 2021.
Im Inland erzielten die Betriebe bis zum November 2022 einen Umsatz von rund 200 Mio. Euro. Die Umsatzzahlen des Vorkrisenjahres 2019 sind jedoch für die gesamte Branche der Lederwaren- und Reiseprodukte noch nicht vollständig erreicht, so der HDS/L.
Die Erzeugerpreise bei Lederwaren sind im letzten Jahr um 5,2 Prozent gestiegen. „Nach einem Jahrzehnt nur geringer und sehr moderater Preisentwicklungen, meist in der Größenordnung von 1 Prozent jährlich, ist eine echte Zeitenwende festzustellen.“
Auch bei den Verbraucherpreisen, wo sich die gestiegenen Energiekosten und Personalkosten des Handels besonders zeigen, ist ein deutlicher Anstieg von 7,9 Prozent im Jahresdurchschnitt zu verzeichnen.
Die Beschäftigtenzahl in der deutschen Lederwarenindustrie ab einer Firmengröße von 50 und mehr Beschäftigten weist mit 2.914 Beschäftigten ein Plus von 4,5 Prozent im Jahr 2022 auf. Die tatsächliche Zahl der Beschäftigten liegt mit ca. 3.800 Beschäftigten um einiges höher, da es zahlreiche kleinere Betriebe mit weniger als 50 Mitarbeitern gibt.