Mit dem neuen Standort in Halle 10 fand die Mipel bereits zum zweiten mal in unmittelbarer Nachbarschaft der Micam statt – eine Entscheidung, die von den meisten Ausstellern begrüßt wurde. Allerdings mussten sich die Einkäufer separat registrieren, was im Sinne der Synergien beider Messen als verbesserungswürdig kritisiert wurde. „Warten wir es ab, in ein, zwei Saisons ist die Mipel ein Teil der Micam“, mutmaßte Georg Picard, der mit einem neuen Messestand vertreten und mit der Frequenz in Mailand zufrieden war. „Hier treffen wir immer noch ausreichend internationale Kunden, die wir auf der ILM nicht begrüßen können”, so Picard.
Auch wenn die Messe mit 10.000 qm Fläche nur die Hälfte der Halle einnahm, wirkte sie komprimierter und besser strukturiert als an ihrem bisherigen Standort. Auch bei der Hallensegmentierung haben sich die Messemacher, Riccardo Braccialini und Roberto Bricolla, neue, modisch anspruchsvollere Konzepte einfallen lassen. Herz der Messe war der Bereich ’Scenario‘, der Premiere feierte – ein Gang, der ausschließlich Designerlabels und Newcomern vorbehalten war. Im ebenfalls neuen Bereich ’Glamouros‘ haben die Einkäufer von fünf Mailänder Luxusstores jeweils einen Taschendesigner nominiert, der erstmals auf der Mipel ausstellte. Auch wenn die Preislagen dieser Kollektionen das Budget des klassischen Mipel-Einkäufers sicherlich überschritten, brachten diese hochmodischen Neuzugänge frischen Wind und sehr viel Inspiration in die Halle.