An der Spitze des Rankings stehen weiterhin amazon.de (15,0 Mrd. Euro), otto.de (4,4 Mrd. Euro) und zalando.de (2,6 Mrd. Euro). Auffällig ist der Aufstieg internationaler Player wie shein.com, das sich mit 1,1 Mrd. Euro Umsatz erstmals einen Platz unter den Top 10 sichert und Rang sieben belegt. Der größte relative Zuwachs gelingt rewe.de mit einem Plus von 33,5 % – der Lebensmittelhändler steigt damit auf Platz neun auf. Auch shop-apotheke.com profitiert vom Trend zu digitalen Gesundheitslösungen und wächst um 29,1 %. „Neben den etablierten Playern gewinnen zunehmend auch Anbieter des täglichen Bedarfs an Bedeutung“, sagt Lars Hofacker, E-Commerce-Experte beim EHI. „Das liegt vor allem an veränderten Einkaufsgewohnheiten: Lebensmittel werden häufiger online bestellt – zur Lieferung oder Abholung – und das E-Rezept treibt die digitale Bestellung in Apotheken voran.“
Ein starkes Zeichen setzt auch Temu. Der Marktplatz erzielt mit einem Bruttohandelsvolumen von 3,4 Mrd. Euro ein Wachstum von 285 % und steigt damit neu in die Top 5 der B2C-Marktplätze ein. „Das Wachstum von Temu verdeutlicht, wie stark der Wettbewerbsdruck im E-Commerce steigt – und wie dynamisch sich die Marktverhältnisse verschieben“, so Hofacker.
Auch im Bereich Payment zeigt sich Bewegung. Wallets wie Apple Pay und Google Pay gewinnen weiter an Bedeutung. Apple Pay wird inzwischen von über einem Drittel der Top-1.000-Onlineshops angeboten – ein Anstieg um rund 43 %. Google Pay verzeichnet sogar ein Plus von 63 % und belegt nun Platz drei unter den meistverbreiteten Wallets. Unangefochten an der Spitze bleibt Paypal mit einer Verfügbarkeit von 95 %. Mit Spannung wird beobachtet, welchen Einfluss neue Anbieter wie Wero im kommenden Jahr haben werden – insbesondere im Hinblick auf mögliche Integrationen in den Onlinehandel.