„Erfolgreiche Führung und Teilzeitvertrag schließen einander nicht aus“, heißt es von Katy Roewer, Bereichsvorständin für Service und Personal bei Otto. Deshalb werde beim Onlinehändler nun Führungspositionen wie die des Direktors und Bereichs- sowie Abteilungsleitung auch im vollzeitnahen Teilzeitmodell angeboten. Minimum sei hier eine Arbeitszeit von 80 Prozent des üblichen Pensums von 37,5 Stunden.
Vor allem Menschen, die nicht in Vollzeit tätig sind, soll damit der Zugang zu Führungspositionen erleichtert werden. Gleichzeitig möchte Otto die Frauenquote in den entsprechenden Positionen erhöhen. Roewer erklärt: „Mit der neuen Regelung schaffen wir Rahmenbedingungen, um die Geschlechtervielfalt in Führungsebenen zu erhöhen, also vor allem, den Anteil von Frauen in Führung zu steigern. Denn: Viele Frauen wollen Führungsverantwortung, jedoch fehlen oft die Voraussetzungen dafür.“
Die neue Arbeitszeitgestaltung steht allen Personen unabhängig von Geschlecht und geschlechtlicher Identität in Führungspositionen offen und fördere „die bessere Verteilung unbezahlter Sorgearbeit“, heißt es vom Onlineshop. Neben den bisherigen flexiblen Arbeitsmodellen und der individuellen Gleitzeit- und Teilzeitoption gesellt sich somit auch ein neues Modell für Führungspositionen hinzu. Nach wie vor steht Mitarbeitenden seit der Corona-Pandemie auch mobiles Arbeiten offen.