Besonders dynamisch habe sich erneut das Online-Geschäft der Otto Group entwickelt. Weltweit legte der E-Commerce-Umsatz um 8,8% auf 6,5 Mrd. Euro zu. In Deutschland konnten die Onlineumsätze um 12,3% auf 4,6 Mrd. Euro gesteigert werden. Damit entwickelte sich die Otto Group etwas dynamischer als der deutsche E-Commerce-Markt (+11,9%, Quelle: BEVH) und konnte Marktanteile gewinnen, heißt es aus Hamburg.
Alle Geschäftssegmente wachsen
Alle drei Segmente der Otto Group – Multichannel-Einzelhandel, Finanzdienstleistungen und Service – konnten ihre Umsätze zum Teil deutlich steigern. Das Segment Finanzdienstleistungen, das maßgeblich von der EOS Gruppe bestimmt wird, wuchs um 5% von 646 auf 678 Millionen Euro.
Die Logistik- und Dienstleistungsaktivitäten des Segmentes Service wuchsen kräftig um 15,3% von 1,594 auf 1,838 Mrd. Euro. Das Wachstum wurde laut der Otto Group erneut stark durch die Hermes-Aktivitäten in Großbritannien getrieben, aber auch in Deutschland legte Hermes deutlich zu.
Der Multichannel-Einzelhandel, mit 9,588 Mrd. Euro das mit Abstand umsatzstärkste Segment der Unternehmensgruppe, wuchs um 3,7%. Die Handelsaktivitäten der Otto Group konnten in Summe das EBIT von 161 auf 178 Mio. Euro steigern.
In Deutschland legten die Einzelhandelsumsätze der Otto Group in toto um 5,1% zu. Mit einem Umsatz von 6,323 Mrd. Euro und mehr als 32 Mio. Kunden (plus vier Prozent) erreichten die Unternehmen der Otto Group fast jeden zweiten Haushalt in Deutschland.
Gewinnanstieg aus dem operativen Geschäft
Die positive Geschäftsentwicklung vieler Konzernunternehmen habe dazu geführt, dass sich die Otto Group beim Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) auf 259 Mio. Euro steigern konnte. Die maßgebliche Kenngröße, das Ergebnis vor Steuern (EBT), lag mit 187 Mio. Euro deutlich über dem Vorjahresergebnis. Der Jahresüberschuss aus fortgeführten Geschäftsbereichen betrug 90 Mio. Euro.
Der Beschluss, den insgesamt unprofitablen Handelsbereich der französischen 3SI Group bis Ende des Geschäftsjahres 2016/17 zu verkaufen („Discontinued Operations“), führe nach den Rechnungslegungsvorschriften des IFRS 5 zu hohen außerordentlichen bilanziellen Belastungen bereits im abgeschlossenen Geschäftsjahr. In Summe führten die Belastungen aus der französischen 3SI Group zu einem bilanziellen Jahresfehlbetrag der Otto Group in Höhe von 190 Mo. Euro.
Für das laufende Geschäftsjahr 2016/17 gibt Hans-Otto Schrader einen positiven Ausblick: „Die Dynamik unserer Geschäfte und die wachsende Zahl von neuen Kundinnen und Kunden machen uns zuversichtlich, dass wir im laufenden Geschäftsjahr den Gesamtumsatz der Otto Group um vier Prozent auf vergleichbarer Basis steigern und die Ergebnissituation weiter verbessern können.“