Nach vorläufigen Berechnungen konnte der Konzern seinen weltweiten Umsatz um 0,5% auf 12,057 Mrd. Euro steigern. Das Geschäft in Deutschland entwickelte sich mit einem Zuwachs um 1,1% auf 7,139 Mrd. Euro etwas besser und entsprechend der Entwicklung im gesamten deutschen Einzelhandel. Als größter Textileinzelhändler in Deutschland habe sich die Otto Group dem rückläufigen Modemarkt nicht ganz entziehen könnten, teilte das Unternehmen mit. Positiv entwickelten sich hingegen die E-Commerce-Umsätze sowie die handelsnahen Dienstleistungen. „Auch wenn wir uns in Deutschland und im Internetgeschäft solide entwickelt haben, sind wir mit dem Ergebnis des zurückliegenden Geschäftsjahres nicht zufrieden“, erklärte der Vorstandsvorsitzende Hans-Otto Schrader.
E-Commerce wächst weiter
Im Geschäftssegment Multichannel-Einzelhandel war der Online-Handel abermals der Wachstumstreiber. Nach vorläufigen Schätzungen konnten die weltweit mehr als 100 Online-Shops der Otto Group den Umsatz um rund 5% auf knapp 6,5 Mrd. Euro steigern. In Deutschland wuchs die Otto Group im Internet-Handel ebenfalls um rund 5% auf knapp 4,2 Mrd. Euro. Damit habe die Gruppe ihre Position als führender Onlinehändler für Mode und Möbel bestätigen können, teilte Otto mit.
Die Mytoys-Gruppe, zu der unter anderem auch der Schuh-Onlinehändler Mirapodo zählt, konnte den Umsatz um 10,8% auf 424 Mio. Euro steigern. Dagegen musste Sportscheck einen Rückgang von 7,2% auf 296 Mio.Euro vermelden. Das neue Online-Geschäftskonzept Collins hat laut der Otto Group eine überplanmäßige Umsatzentwicklung verzeichnet und bereits im ersten Jahr einen zweistelligen Millionenbetrag erwirtschaftet.