Insgesamt wurden Erlöse in Höhe von 1,34 Mrd. Euro verbucht. Der Gewinn sei noch deutlicher gestiegen und liege im Zielbereich von 3 bis 5% vor Steuern, so Birken. Insgesamt habe Otto 6 Mio. Kunden, die jährlich 20 Mio. Bestellungen aufgeben. Das Unternehmen befinde sich aktuell in einem tiefgreifenden Wandel, ausgelöst durch die Digitalisierung. „Die digitale Disruption, der Abbruch bislang erfolgreicher Geschäftsmodelle, ist überall spürbar“, sagte Alexander Birken. So würden mittlerweile 50% aller Besucher über Smartphones otto.de nutzen. „Wir müssen althergebrachte Zöpfe abschneiden und ein intelligentes Echtzeit-Unternehmen werden.“ Daher kündigte Otto an, in diesem Geschäftsjahr einen dreistelligen Millionenbetrag zu investieren.
Otto stellt darüber hinaus einen neuen Service vor: die Lieferung zum Wunschtermin. Otto-Kunden bekommen bei sofort lieferbaren Speditionsartikeln einen konkreten Liefertermin vorgeschlagen. Passt dieser nicht, kann der Kunde eine Alternative wählen. „Dahinter verbirgt sich eine Technologie, die Otto gemeinsam mit dem Hermes Einrichtungs Service, HES, entwickelt hat. In Echtzeit werden verfügbare Liefertermine für den Kunden auf otto.de angezeigt. Diese Termine sind bereits ab dem zweiten Werktag nach Bestellung und bis zu 14 Tage im Voraus möglich – inklusive Samstag“, erklärt Thomas Steck, Direktor Kundenservice & Logistik Otto.
Der Kunde kann dadurch bei der Bestellung je nach Verfügbarkeit aus bis zu drei Zeitfenstern pro Tag wählen – dabei kostet dieser Service zu den Versandkosten für die Speditionslieferung keinen zusätzlichen Aufpreis. Am Tag der Lieferung kann er dann über die geografische Sendungsverfolgung live mitverfolgen, wo seine Lieferung ist und wann genau sie bei ihm eintrifft.