Mit der Verfahrenseröffnung und der gerichtlichen Bestätigung der Eigenverwaltung soll die Geschäftsführung des Unternehmens weiterhin handlungs- und weisungsbefugt bleiben. Die vorgesehenen Personalmaßnahmen mit einem Abbau von 350 Stellen in der Verwaltung sind laut Peek & Cloppenburg in Düsseldorf aufgesetzt und größtenteils bereits vollständig umgesetzt.
„Anfang März 2023 haben wir das Schutzschirmverfahren gestartet, um die Peek & Cloppenburg KG, Düsseldorf, an die veränderten Marktbedingungen anzupassen und für die Zukunft neu aufzustellen. Mit unserem Vorhaben kommen wir gut voran“, sagt Geschäftsführer Thomas Freude. Mit dem jetzt vorliegenden Eröffnungsbeschluss endet der Insolvenzgeldzeitraum. Für die Zeit ab Juni 2023 werden die Löhne und Gehälter aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Peek & Cloppenburg KG, Düsseldorf wieder in voller Höhe bezahlt.
„Die Erarbeitung des Sanierungsplans läuft weiterhin mit Hochdruck und unter Einbeziehung der Fremd- und Eigenkapitalgeber. Wir gehen davon aus, dass die gerichtlichen Terminierungen zur Erörterung und Abstimmung über den Plan über den Sommer vorbereitet und absolviert worden sind“, erklärt Restrukturierungsgeschäftsführer Dr. Dirk Andres. Parallel werde standardmäßig in den kommenden Wochen auch ausgelotet werden, ob neben der unternehmensseitig angestrebten Eigenlösung anderweitige Möglichkeiten bestehen könnten.
„In den vergangenen Wochen und Monaten hat das Unternehmen die wesentlichen Weichen für die Neuausrichtung geschaffen. Wir unterstützen diesen Kurs und begleiten das Verfahren weiter mit dem Fokus auf die Interessen der Gläubigerinnen und Gläubiger“, sagt Dr. Markus Kier, verfahrensleitender Partner der Sachwalterkanzlei Piepenburg Rechtsanwälte.
Das Ziel sei weiterhin, die Verfahren der Peek & Cloppenburg KG, Düsseldorf, sowie der Einkaufsgesellschaft Peek & Cloppenburg Retail Buying GmbH & Co. KG vor Jahresende abzuschließen.
Die über 160 europaweiten Stores und die Online-Shops der Peek & Cloppenburg Gruppe sollen ein wichtiger Teil der Multibrand-Omnichannel-Strategie bleiben. Alle Verkaufshäuser und Online-Shops stehen weiterhin und ohne Einschränkung für die Kunden und Kundinnen zur Verfügung. Europaweit sind rund 16.000 Mitarbeitende in mittlerweile 16 Ländern für die Unternehmensgruppe tätig.
Ende März hatte das in Düsseldorf ansässige Modehandelsunternehmen bekanntgegeben, dass ein Schutzschirmverfahren angestrebt werde.