Puma hat im dritten Quartal 2026 einen währungsbereinigten Umsatzrückgang von 6,3 % auf 1,78 Mrd. Euro verzeichnet. Auf berichteter Basis sanken die Erlöse um 5,0 %. Als Gründe nennt der Sportartikelhersteller seine Maßnahmen zur Optimierung der Distribution sowie eine schwächere Nachfrage in Nordamerika und EMEA. Dagegen legte die Region Asien/Pazifik zweistellig zu.
Im Großhandelsgeschäft gingen die Umsätze währungsbereinigt um 9,6 % auf 1,19 Mrd. Euro zurück. Puma führt dies unter anderem auf die bewusste Reduzierung von Umsätzen in Vertriebskanälen zurück, die der Marke langfristig nicht zuträglich seien. Das Direct-to-Consumer-Geschäft wuchs hingegen um 1,2 % auf 588,3 Mio. Euro. Ein Plus von 7,8 % im E-Commerce glich den Rückgang von 2,3 % in den eigenen Stores mehr als aus. Der DTC-Anteil am Gesamtumsatz stieg von 30,5 auf 33,1 %.
Regionale Umsatzentwicklung:
EMEA: Rückgang um 11,5 % auf 801,2 Mio. Euro
Amerika: Minus von 8,1 % auf 580,4 Mio. Euro
Asien/Pazifik: Plus von 10,0 % auf 394,6 Mio. Euro
In Nordamerika sanken die Umsätze währungsbereinigt um 17,2 %, während Lateinamerika ein Plus von 1,4 % erzielte. Das Wachstum in Asien/Pazifik wurde insbesondere von der anhaltenden Nachfrage nach Low-Profile-Sneakern und Speedcat-Modellen getragen. Im übrigen Asien/Pazifik legten die Erlöse um 13,0 % zu, in Großchina um 3,5 %.
Im Produktbereich Schuhe sank der Umsatz währungsbereinigt um 5,1 % auf 1,01 Mrd. Euro. Schwächere Geschäfte mit Core-Produkten, Fußballschuhen und ausgewählten Sportstyle-Franchises belasteten die Entwicklung. Teilweise ausgeglichen wurde dies durch die Dynamik bei Low-Profile-Modellen und das Wachstum im Running-Bereich mit der Nitro-Technologie.
Die Rohertragsmarge verbesserte sich um rund 420 Basispunkte auf 49,5 %. Dazu trugen niedrigere Beschaffungs- und Frachtkosten, positive Währungseffekte sowie Zollrückerstattungen in Höhe von 29,8 Mio. Euro bei. Höhere operative Aufwendungen und der niedrigere Umsatz belasteten jedoch das Ergebnis. Das EBIT sank von 16,2 Mio. Euro im Vorjahresquartal auf minus 11,4 Mio. Euro.
„Die Geschäftsentwicklung im dritten Quartal entsprach unseren Erwartungen. Wir haben Puma weiter durch unser Übergangsjahr gesteuert und gleichzeitig die Grundlage für künftiges Wachstum gelegt“, sagt Arthur Höld, Chief Executive Officer der Puma SE.
Die Vorräte gingen um 24,3 % auf 1,61 Mrd. Euro zurück. Der freie Cashflow verbesserte sich von minus 43,0 Mio. Euro im Vorjahresquartal auf 92,0 Mio. Euro. Auch die Nettoverschuldung sank von 1,21 Mrd. Euro auf 1,08 Mrd. Euro.
Für das Gesamtjahr erwartet Puma unverändert einen währungsbereinigten Umsatzrückgang im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich. Die Prognose für das operative Ergebnis wurde auf minus 80 Mio. bis minus 130 Mio. Euro eingegrenzt. Zuvor hatte die erwartete Bandbreite bei minus 50 Mio. bis minus 150 Mio. Euro gelegen. Die geplanten Investitionen sollen nun weniger als 150 Mio. Euro betragen, nachdem Puma bislang mit rund 200 Mio. Euro gerechnet hatte.