Das Unternehmen befindet sich seit dem 13. November in einem Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung. Laut Medienberichten belaufen sich die Forderungen der 93 Gläubiger auf rund 5,9 Mio. Euro; rund 3 Mio. wurden bislang anerkannt. Die Gläubiger sollen eine Quote von 20% erhalten, davon 5% in bar, auszuschütten durch den Insolvenzverwalter innerhalb von 14 Tagen ab rechtskräftiger Bestätigung des Sanierungsplans. Die verbleibenden 15% sollen in drei Raten bis spätestens 30. November 2025 ausbezahlt werden.
Als Gründe für das Sanierungsverfahren gab der Paschinger Schuhhersteller Rückzahlungsansprüche hinsichtlich möglicherweise zu Unrecht in Anspruch genommener Corona-Hilfen und daraus folgend nicht verlängerte Betriebsmittelkredite an. Zum Zeitpunkt des Antrags standen Verbindlichkeiten in Höhe von 7,9 Mio. Euro zu Buche.
Inzwischen wurde laut Richter ein neuer Investor gefunden, der namentlich aber nicht genannt wird. Der bisherige Mitgesellschafter Dr. Thomas Ridder, der 2019 eingestiegen war, hat seine Anteile abgegeben.
Geschäftsführer Josef Renner gab sich Mitte Januar zuversichtlich, dass die Zukunft für Richter gesichert ist. Das Unternehmen präsentierte seine neue Kollektion auf der Expo Riva Schuh. Renner gegenüber schuhkurier: „Ich bin guter Dinge, das wir das schaffen werden.“