Fake-Shops sind im Internet weit verbreitet und stellen Verbraucher zunehmend vor Herausforderungen. Nach Angaben der Polizeilichen Kriminalprävention nutzen Kriminelle immer häufiger KI, um in kurzer Zeit professionell wirkende Shops mit optisch überzeugenden Layouts, fehlerfreien Rechtstexten, AGB und gefälschten Impressumsangaben zu erstellen. Klassische Warnsignale wie sprachliche Fehler oder ein schlechtes Design reichen daher nicht mehr aus, um einen Fake-Shop zu erkennen.
„Fake-Shops schädigen nicht nur die unmittelbar betroffenen Verbraucher, sondern untergraben auch das Vertrauen in den gesamten Online-Handel und damit in die vielen rechtstreuen Händlerinnen und Händler“, so der stellvertretende HDE-Hauptgeschäftsführer Stephan Tromp.
Käufer sollten daher vor einer Bestellung immer genau prüfen, ob ein vollständiges und überprüfbares Impressum sowie erreichbare Kontaktmöglichkeiten vorhanden sind und ob der Shop transparente Angaben zu Gesamtpreis, Versand, Widerruf und Datenschutz macht. Vorsicht ist insbesondere bei auffällig günstigen Lockangeboten geboten. Auch bei den Zahlungsmethoden sollten Verbraucher auf sichere Optionen achten und nicht ausschließlich per Vorkasse zahlen. „Bei angegebenen Gütesiegeln lohnt es sich, diese anzuklicken und das dahinterliegende Zertifikat zu überprüfen. Zudem sollten Bewertungen außerhalb des jeweiligen Shops recherchiert werden. Bei unbekannten Anbietern kann schließlich der Fake-Shop-Finder dabei helfen, die Seriosität eines Online-Shops vor dem Kauf zu überprüfen“, so Tromp.
Um für die verschiedenen Formen des Online-Betrugs zu sensibilisieren, beteiligt sich der HDE an der aktuellen Kampagne „Machen wir Phishen
Impossible“ unter der Schirmherrschaft der Deutschen Bundesbank und des Bundesfinanzministeriums. Die Kampagne ist am 10. Oktober gestartet und sensibilisiert rund einen Monat lang zu Phishing und anderen Formen des Zahlungsbetrugs.