Schauen, Staunen, Handeln, Kaufen und Fachsimpeln gab es reichlich bei der Zweitauflage des Messeevents für die Sneaker Community in der Hauptstadt. Hier kamen Hardcore-Sammler, Instragram-Influencer und Reseller zusammen. Geboten wurde eine große Handelsfläche für private und professionelle (Wieder-)Verkäufer, Bastelstände zum Bekleben und Bedazzeln und allerhand Spiel und Spaß.
„Brauchen Sie noch eine Pflege dazu?“ Diese Frage hat das Businessmodell der Berliner Salzenbrodt GmbH & Co. KG mit ihrer Marke Collonil früher bestimmt: Zu den Schuhen wurde die Schuhpflege, die hinter dem Tresen stand, gleich mit verkauft. Doch der Markt für Schuhe und erst recht für Furnituren ist schwieriger geworden. Collonil beschreitet daher neue Wege.
Qualitätssiegel ’Collonil Service Point‘
Collonil setzt bei der professionellen Pflege auf sein Qualitätssiegel ’Collonil Service Point‘ und bietet hiermit ein Lizensierungsverfahren für Partnerunternehmen an. „Ob alt oder jung, ob man 80 oder 300 Euro für ein Paar Schuhe ausgibt, die Menschen möchten doch, dass ihre Schuhe gut geputzt aussehen“, erläuterte Geschäftsführer Frank Becker im Interview mit schuhkurier. „Manche Leute haben aber eben keine Lust, dies selbst zu machen. Das ist unsere Herausforderung. Daher zertifizieren wir Unternehmen, die Schuhe richtig reinigen und pflegen. Man bekommt das CSP-Zertifikat von uns, wenn man sich von uns ausbilden lässt, die richtigen Produkte benutzt und wenn man belegen kann, dass man nachhaltig arbeitet, damit alles clean ist. Das bringt einen richtigen Push in die Pflegewelt. Mit der Erfahrung, was mit unseren Produkten tatsächlich geleistet werden kann, tun wir auch viel für unsere Marke.“
Sneakerisierung der Gesellschaft
Mit Events wie ’schu|HS by Collonil‘ erschließt Collonil zudem neue Kundenkreise und liefert die passenden Produkte gleich mit: So hat Collonil mit der Carbonlab Serie ein spezielles Pflegesortiment für Sneaker entwickelt. „Sneaker sind keine Mode, sondern ein gesellschaftlicher Wandel und eine Community. Die Sneakerisierung hat schon vieles in unserer Gesellschaft verändert. Ich möchte daher die Sneaker-Konsumenten erreichen und den ihnen zeigen, dass es auch für Sneaker super Collonil-Qualität gibt“, schilderte Becker. Wer daher bei ’schu|HS‘ einen Schreibfehler vermutet, liegt falsch. Hinter ’HS‘ steht nämlich Hikmet Sugoer (laut FAZ Deutschlands „Sneaker-Papst“), der als Brand Ambassador und Entwicklungspartner von Collonil die nötige Nähe zur Sneaker Community mitbringt.
Hikmet Sugoer hatte sich vor allem mit Solebox, einem der ersten Sneaker-Läden in Deutschland, in der Sneaker-Szene einen klangvollen Namen gemacht und nun verdreht nun als Schuhproduzent mit seiner Marke ’Sonra‘ (türkisch für „dann, danach“, oder Neudeutsch „next“) anderen Sneakerheads gerade diesen. Sonra: Das sind limitierte Sneaker – Made in Germany. Der VK liegt um die 280 Euro, aber Reseller machen trotz des Hinweises im Onlineshop „PLEASE DO NOT BUY FOR RESELL/GO GET A REAL JOB“, beachtliche Margen im volatilen Zweitmarkt für gehypte Leisetreter.
Was steckt nun hinter der ’schu|HS by Collonil‘? „Hikmet hat uns auf die Idee gebracht, etwas in Berlin für die Sneaker Community zu machen.“, schilderte Becker. „Nach einem vollen Erfolg im Januar haben wir auch im Juni wieder eine ganz gute Mischung an Marken da, wie z.B. New Balance, aber auch Kangaroos – die uns unterstützen – aber auch den Händler Budapester und sehr viele Reseller. Das Konzept ist cool, trägt sich selbst und kommt gut an. Daher werden wir solche Events bald mit unseren Freunden in Tokio parallel zur Olympiade 2020, in den nächsten sechs Monaten bereits in Dubai, aber auch an anderen Standorten in Deutschland machen. Es wird auf jeden Fall super cool – mit diesem Konzept schlagen wir alle Schuhmessen.“