In einer repräsentativen Umfrage des Handelsverbandes Deutschland (HDE), dem Secondhand-Onlineshop Sellpy und der Marktforschungsplattform Appinio haben dieses Jahr 60% der 1.000 Befragten angegeben, dass sie sich vorstellen könnten, für Weihnachtsgeschenke auf Secondhand-Waren zurückzugreifen. Die Bereitschaft dazu ist damit eineinhalbmal so hoch wie noch vergangenes Jahr. Da haben in einer vergleichbaren Umfrage nur 40% geantwortet, dass sie auf Secondhand-Ware zurückgreifen würden. „Wir sehen nicht nur eine generell hohe Akzeptanz von Geschenken aus zweiter Hand, sondern darüber hinaus auch, dass diese Akzeptanz sehr stark noch weiter gewachsen ist im letzten Jahr und somit immer tiefer in der Mitte der Gesellschaft ankommt“, so Gunnar Brock, Commercial Lead DE/AT bei Sellpy. „Sicher trägt auch die bei vielen Verbraucherinnen und Verbrauchern schlechte Konsumstimmung sowie die hohe Sparneigung zu einer erhöhten Nachfrage nach Secondhand-Produkten bei. Viele Menschen müssen oder wollen angesichts der Inflation und unsicherer Zukunftsaussichten weniger ausgeben als sonst“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth.
Die Gründe dafür sind vielfältig. 56% (2022: 46%) entscheiden sich für das Secondhand-Geschenk, weil es nachhaltiger ist. 52% (2022: 42%) geben den günstigeren Preis als Grund an. 42% (2022: 27%) wollen etwas Einzigartiges verschenken. Insgesamt haben 51% der Befragten haben schon mindestens einmal einen Secondhand-Artikel verschenkt. Bei den 35 bis 44-Jährigen sind es 61 Prozent, bei den der 55 bis 65-Jährigen nur rund jeder Dritte. Besonders beliebt sind Secondhand-Geschenke in den Segmenten Decor mit 72% (2022: 56%), Accessoires mit 64% (2022: 49%) und Elektrogeräten mit 61% (2022: 49%). 52% können sich vorstellen, Bekleidung gebraucht zu verschenken, bei Schuhen ist es weniger ein Thema. Hier ziehen nur 28% den Gebrauchtkauf zu Weihnachten in Betracht.