Arbeitsatmosphäre. So ist die Shoe Time in Schkeuditz bei Leipzig fast immer zu umreißen. Geklagt oder gejubelt wird selten. Diesmal jedoch bewegte sich das Stimmungsbarometer deutlich in Richtung „Spitzenmesse“.
Lässt man mal die modischen Aspekte beiseite, war auf den ersten Blick alles wie immer: Rund 400 Kollektionen in den drei Messehallen und im SOC Schuh-Order-Center (Vorjahr 430), eine wieder einfallsreiche und stimmungsvolle Show, gut besuchte Seminare. Und selbst die Besucherzahl scheint in Stein gemeißelt: Mit 855 Fachgeschäften (Sept. 2012: 849) erreichte die Shoe Time erneut die Zahlen des Vorjahres. Als besonders stark wurde von den meisten Anbietern der Messefreitag eingeschätzt.
Und dennoch Lampenfieber
Haben die Veranstalter überhaupt noch Lampenfieber? „Selbstverständlich“, so Tanja Gille, Leiterin Marketing & Vertrieb. „Wir beobachten schließlich den Markt und müssen dessen Unwägbarkeiten einkalkulieren. Wenn beispielsweise Geschäfte aufgeben, lässt uns das natürlich nicht unberührt. Immer wieder steht die Frage, wie viele der 3.500 von uns angeschriebenen Einzelhändler sich tatsächlich auf den Weg machen und vor allem wie viele erstmals. Zuwachs verzeichnen wir vor allem bei Geschäften im modischen Bereich und bei denen mit einem gemixten Sortiment. Und auch in der Ausstellerschaft herrscht immer Bewegung: Neu waren diesmal unter anderem Dogo Shoes & Bags, Darwins, Airbox und Viking. Einige Rückkehrer können wir ebenfalls verbuchen, so unter anderem Lisa Tucci, Donna Carolina, Birkenstock und Ipanema. In einen eigenen Showroom ins Schuh-Order-Center eingezogen sind Mephisto, Gerry Weber Shoes und Pikolinos. Das Sport- und Outdoorsegment wird ab dieser Saison von Killtec ergänzt.“
Zurückhaltende Farben
Geordert wurde farblich zurückhaltender; bei Rovers vor allem Pastelltöne, bei NeroGiardini Kreide, bei Eisenhardt die sogenannten No-Coulors, bei Clarks auch wieder Schwarz-Weiß. Allerdings war bei machen Herstellern zu hören, dass der Osten traditionell etwas mehr in die Farbe greift. Bei S.Oliver zum Beispiel ging nach wie vor auch kräftiges Grün, Gelb und Rot und sogar Türkis. Renner bei allen, die sie in den Regalen hatten: Ballerinen. Die durften – wie bei Think! – auch bedruckt und gelasert sein. Und wie immer wurde nach Komfort gesucht: Bei Primigi nach rundum Goretex oder bei Josef Seibel nach dem „endlich wieder Seibel-Typischen“.
Den ausführlichen Bericht zur Shoe Time lesen Sie in Ausgabe 39/2013.