Die Übertragung findet nach Angaben von Insolvenzverwalter Dr. Jan Markus Plathner von der Kanzlei Brinkmann & Partner im Rahmen eines Insolvenzplanverfahrens statt. Der Käufer habe sich im Rahmen eines strukturierten, internationalen Investorenprozesses mit seinem Gesamtkonzept gegen mehrere Mitbewerber durchgesetzt. Über den Kaufpreis und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben beide Seiten Stillschweigen vereinbart.
Mit dieser Transaktion, die noch unter den üblichen Vorbehalten, wie der Freigabe durch die zuständigen Kartellbehörden sowie der Zustimmung der Gläubigerversammlung steht, sei der Geschäftsbetrieb des Online-Outlets für Designermode sowie rund 245 Arbeitsplätze in Kelsterbach gesichert, so der Insolvenzverwalter weiter. Signa Retail beabsichtige, mit dress-for-less ihr strategisches Handelsportfolio und ihre Kompetenz als Omni-Channel Handelsunternehmen zu erweitern. Durch dress-for-less gewinne das Unternehmen für die bestehenden Beteiligungen nicht nur zusätzliches E-Commerce-Knowhow, sondern auch eine maßgeschneiderte Fashion-Logistik mit einem hochmodernen Lager-Standort und ausgezeichnete Online-Modekompetenz, heißt es bei Signa. An erster Stelle gelte das für Karstadt.de. Mit Karstadt könnten nicht nur große Synergien realisiert, sondern auch das Online-Umsatzvolumen auf rund 100 Mio. Euro vergrößert werden.
Unter dem Dach der Signa Retail sind mehrere deutsche Handelsunternehmen eigenständig nebeneinander aufgestellt. Dazu gehören neben der The KaDeWe Group, die Unternehmen Karstadt Sports und Karstadt Warenhaus, outfitter.de sowie das Joint Venture mit Eataly. Alle fünf Unternehmen werden von erfahrenen Handelsexperten geführt. Mit über 20.000 Mitarbeitern an mehr als 100 Standorten erzielt Signa Retail mit diesen fünf Gesellschaften einen Umsatz von rund 3 Mrd. Euro pro Jahr und zählt damit zu den großen Unternehmen im deutschen Einzelhandel.