Preise
Die Erzeugerpreise bei Schuhen sind im ersten Halbjahr um 1,7% gestiegen, jedoch nicht mehr so stark wie im vergangenen Jahr, als die Preissteigerung bei 6,1% lag. „Dem gegenüber verzeichneten wir von Januar bis Juni 2023 noch einen Anstieg der Erzeugerpreise von 1,7%. Dieser Wert liegt etwas höher als für Textilien insgesamt. Der Verbraucherpreisindex stieg im ersten Halbjahr um 2,2%; die Inflationsrate lag im Juni bei 6,4% und der Verbraucherpreisindex für Schuhe stieg im selben Zeitraum auf 3,2%.
Nachhaltigkeit
„Umweltschutz und Nachhaltigkeit finden wir richtig“, betonte Manfred Junkert in Düsseldorf. Zugleich dürfe man aber die Unternehmen der Branche nicht überfordern. Die dem HDS/L angeschlossenen Schuhhersteller seien „feste dabei“, die Anforderungen umzusetzen, jedoch seien die Hürden und Regelungen an vielen Stellen kaum noch zu durchschauen. Ziel müsse es sein, ein faires Spielfeld zu gestalten, auf dem die Unternehmen aus Deutschland nicht ins Hintertreffen geraten.
Ausblick
Es gibt aus Sicht des Industrieverbandes durchaus Hoffnung: Die recht stabilen Zahlen bei Umsätzen und Beschäftigten nährten die Erwartung, mit 2023 ein „akzeptables“ Gesamtjahr zu durchleben, erläuterte Manfred Junkert. Die Umsätze im In- und Ausland seien gestiegen. Jedoch bestehe weiterhin die Gefahr, dass sich die Stimmung wieder eintrübe. Die Industrie erwarte trotz der aktuell etwas moderateren Entwicklung bei den Erzeugerpreisen angesichts der nach wie vor hohen Inflationsrate von der Wirtschaftspolitik gezielte Maßnahmen der politisch Verantwortlichen, um Kaufkraft und Vertrauen der Konsumenten zu stärken. Wenngleich er das Konsumverhalten in der zweiten Jahreshälfte noch als „schwierig“ ansehe, sei er für 2024 „sehr positiv“ gestimmt, erklärte der HDS/L-Hauptgeschäftsführer Manfred Junkert.