Die Entwicklung der Mietvolumina in vielen Centern hat sich in den vergangenen zwei Jahren stabilisiert. In 34 % der Center sind die Mieteinnahmen gestiegen, während sie in 33 % stabil geblieben und in 34 Prozent % sind. Rückgänge sind oft auf Nachvermietungen zu niedrigeren Konditionen oder Mietnachlässe zurückzuführen.
„Die verbesserte Stabilität der Branche ist das Ergebnis vielfältiger und gezielter Maßnahmen. Dabei dienen Mietanpassungen als operatives Instrument zur Reduzierung von Leerständen, sie ersetzen jedoch nicht dauerhaft konzeptionelle Anpassungen“, so Lena Knopf, Leiterin des Forschungsbereichs Handelsimmobilien & Expansion beim EHI und Autorin der Studie.
Auch das Serviceangebot verändert sich. Einige klassische Angebote sind rückläufig: Infopoints finden sich nur noch in 30 % der untersuchten Center, deutlich weniger als noch vor zwei Jahren. Ebenfalls seltener sind Desinfektionsspender, Center-Apps beziehungsweise digitale Kundenkarten, kostenloses WLAN und Centergutscheine. Gleichzeitig gewinnen neue Services an Bedeutung, etwa Paketstationen und E-Ladesäulen.
Ein weiterer Trend ist die stärkere Mischnutzung von Flächen. Jedes fünfte Center plant, die Retail-Fläche zu reduzieren und stattdessen andere Nutzungen auszubauen. Besonders häufig sind Büroflächen, Angebote aus dem Gesundheitswesen sowie Freizeitnutzungen. Die Mehrheit der Center (71 %) sieht derzeit jedoch keine Reduzierung der Verkaufsfläche vor.
Die Leerstandssituation hat sich laut Studie teilweise stabilisiert: Rund 53 % der Center verzeichnen Leerstände von bis zu 5 % der Retail-Mietfläche, während 47 % über höhere Leerstandsquoten berichten.