Die Wortmann-Gruppe startet den Bau des neuen „Smart Warehouse“ am Unternehmens- und Logistikstandort Detmold. Mit einem Investitionsvolumen von 20 Mio. Euro sei das Vorhaben eine der größten Investitionen der Firmengeschichte und ein Zeichen für die Zukunftsfähigkeit des Standortes Detmold. Angekündigt wurde der Bau im Februar 2025.
Dank des vollautomatischen Kartonlagers soll die Belieferung des Handels deutlich schneller, flexibler und effizienter vonstattengehen. Das Smart Warehouse sei konsequent auf die Bedürfnisse des Handels ausgerichtet: schnellere Lieferungen, individuelle Sortimente und hohe Warenverfügbarkeit. Das bestehende Hochregallager (HRL) bleibt die Basis für volumenstarke Palettenbewegungen, während das neue Smart Warehouse kleinteilige Bedarfe, Nachlieferungen sowie insbesondere NOS- und Carry-over-Artikel übernimmt. Die fördertechnische Anbindung zwischen beiden Systemen ermögliche eine Systemleistung von bis zu 2.200 Kartons pro Stunde, sodass auch kurzfristige Spitzenbedarfe – etwa bei Aktionen oder verspäteten Wareneingängen – umgehend verarbeitet werden können.
Das neue Gebäude entsteht unmittelbar am Hansaweg in Detmold neben dem bestehenden HRL und wird fördertechnisch direkt angebunden. Das Smart Warehouse verfügt über rund 100.000 Kartonstellplätze und erhöht die Gesamt-Lagerkapazität am Standort auf etwa 4 Mio. Paar Schuhe. Die schrittweise Inbetriebnahme beginnt ab dem ersten Quartal 2027, die vollständige Inbetriebnahme ist Mitte 2027 geplant. „In Zeiten, in denen die gesamte Branche mit rückläufigen Absätzen zu kämpfen hat, investieren wir bewusst in eine Logistik, die auch morgen noch Maßstäbe im Bereich Geschwindigkeit und Flexibilität setzt“, sagt Jens Beining, geschäftsführender Gesellschafter und CEO der Wortmann Schuh-Holding KG. „Wir stärken unseren Heimatstandort, sichern Arbeitsplätze und bleiben ein verlässlicher Partner des Handels.“
Technisch setzt die Anlage auf 44 Shuttles mit Superkondensatoren („Powercaps“), die beim Bremsen Energie zurückgewinnen und den Energieverbrauch deutlich senken. Eine großflächige Photovoltaikanlage auf dem Dach liefert einen erheblichen Teil des benötigten Stroms, die kompakte Silobauweise reduziert die versiegelte Fläche und ein modernes Brandschutzkonzept mit Sauerstoffreduzierung schützt Ware, Technik und Lieferfähigkeit.