Anfang Juni verwandelte sich der ANWR-Messe-Campus in Mainhausen zum Festivalgelände: Das „Zukunftsfestival“ Retail Beats fand unter dem Motto „Den Herzschlag des mittelständischen Handels spüren und gemeinsam die Zukunft gestalten“ in vier thematisch gestalteten Hallen statt. Rund 800 Teilnehmer haben sich für das Branchenevent versammelt und konnten die Plattform nutzen, um Impulse und Informationen zu sammeln und sich auszutauschen. Dabei folgten vor allem Interessierte aus dem Schuh-, Sport- und Lederwarenhandel der Einladung.
Vorträge und Diskussionen
Thematisch orientierte sich die Veranstaltung an dem Motto: Themen wie Zukunft der Arbeit im Handel, Social Media Marketing, Omnichannel Vertrieb und Customer Centricity, oder auch die Gestaltung von Innenstädten wurden behandelt. Die verschiedenen Keynotes und Talks beleuchteten diese Themengebiete, wie etwa der Schweizer Philosoph Manuel Scheidegger, der die Bedeutung der Menschen im Handel betonte: „Einzelhandel hört nicht am Ladentisch auf. Der Handel ist ein Ort, an dem Menschen zusammenkommen. Und das Handeln ist der Ort des gemeinsamen Denkens. 88% des Handels können automatisiert werden, aber viele entscheidende Aspekte kann die Digitalisierung nicht ersetzen: Beratung, Netzwerken, Community, Coaching. Die Zukunft des Handelns ist das Handeln der Zukunft.“
Auf der Mainstage wechselten sich spannende Vorträge und Podiumsdiskussionen ab. Besonderes Highlight der Veranstaltung war ein Impulsvortrag von Puma CEO Arne Freundt. Dabei ging es vor allem um die Gewinnung der jüngeren Generationen durch globale Marken. Es gehe heute nicht mehr nur um die Vermarktung von Produkten, so Freundt, sondern um die Schaffung einer eigenen Kultur.
In einer Podiumsdiskussion zum Thema datenbasierte Kundenzentrierung betonte ANWR-Vorständin Martina Novotny die Bedeutung des Verständnisses der Kundenbedürfnisse. „Kundendaten gibt es nicht geschenkt. Aber sie sind der Schlüssel, um Kunden noch besser zu verstehen.“ Zum Abschluss hielt ANWR-Vorstand Tobias Eichmeier eine Keynote zur Zukunft des Handels und verwies dabei auf das Projekt „Einzelhandel der Zukunft“. Hierfür arbeiten Experten der ANWR mit Händlerinnen und Händlern zusammen, um branchenübergreifend relevante Werkzeuge zur Gestaltung der Zukunft zu entwerfen.
Zum Abschluss gab es die Retail Beats auch noch einmal zu spüren: Ein Schlagzeuger animierte das Publikum in einer interaktiven Performance zu einem „Rhythmus der Zukunft“. Der Handel befindet sich in einer Transformation. Veränderung führt oft zu Unsicherheit. „Mit diesem Festival wollen wir uns gegenseitig Mut machen, uns zukunftsfit aufzustellen“, sagte ANWR-CEO Frank Schuffelen zur Eröffnung der Veranstaltung. „Wir als ANWR GROUP sind eine enorm starke Kraft im Handel und es liegt in unseren Händen, diesen aktiv mitzugestalten.“