Steigende Standortkosten bremsen die Expansion des stationären Handels in Österreich. Zu diesem Ergebnis kommt der Shoppingcenter Performance Report Österreich (SCPROE) 2026, den das Beratungsunternehmen Ecostra gemeinsam mit dem Handelsverband veröffentlicht hat. Für die Studie wurden Handels-, Gastronomie- und Dienstleistungsunternehmen mit Filialen in mehreren Einkaufszentren zu der wirtschaftlichen Entwicklung ihrer Standorte befragt.
Demnach planen die befragten Filialisten zwar weiterhin mehr Neueröffnungen als Schließungen, die Expansionsdynamik hat sich gegenüber dem Vorjahr jedoch abgeschwächt. Im Durchschnitt entfallen auf 2,5 geplante Neueröffnungen rund 1,8 Geschäftsschließungen je Unternehmen.
Als größte Herausforderung bewerten die Befragten steigende Mietkosten infolge indexierter Mietverträge sowie höhere Nebenkosten. Gleichzeitig habe sich das Verhältnis von Umsatz zu Standortkosten in den vergangenen drei Jahren über alle Standorttypen hinweg verschlechtert. Viele Unternehmen sprechen sich daher für einen gesetzlichen Rahmen zur Indexierung gewerblicher Mieten sowie für flexiblere Mietmodelle aus.
Bei der Standortwahl bleiben innerstädtische Geschäftsstraßen die bevorzugte Option für Expansionen. Allerdings haben Shoppingcenter und Fachmarktzentren zuletzt wieder an Attraktivität gewonnen, sodass sich die Präferenzen der Händler den verschiedenen Standortformaten stärker annähern.
Die vollständigen Ergebnisse des Reports sowie das Ranking der aus Mietersicht erfolgreichsten Shoppingcenter und Fachmarktzentren sollen beim Handelsflächenforum am 17. September 2026 in Wien vorgestellt werden.