Der Handelsverband Deutschland (HDE) und der BTE Handelsverband Textil Schuhe Lederwaren (BTE) haben gemeinsam Stellung zur Umsetzung der Erweiterten Herstellerverordnung (EPR) für Textilien und Schuhe bezogen. Sie reagieren damit auf das Eckpunktepapier des Bundesumweltministeriums.
HDE-Geschäftsführerin für Nachhaltigkeit, Antje Gerstein, lobt: „Wir bewerten es sehr positiv, dass das Umweltministerium mit seinen Eckpunkten den Grundstein für eine bürokratiearme und praxisnahe Umsetzung gelegt hat. Insbesondere ist sehr gut, dass hier frühzeitig die betroffenen Akteure mit ins Boot geholt werden, um ein System aufzubauen, das umsetzbar und an den europäischen Vorgaben orientiert ist. Gleichzeitig sehen wir noch Gestaltungsspielraum, vor allem in Bezug auf das Mitspracherecht und die Entscheidungsbefugnisse der betroffenen Hersteller. Wenn die Unternehmen das System bezahlen, müssen sie auch zumindest einen gewissen Einfluss auf die Ausgestaltung haben.“
Die Verbände fordern eine umfassende Einbeziehung der Hersteller bei der Ausgestaltung der EPR. BTE-Geschäftsführer Sönke Padberg verweist auf die Notwendigkeit, eine schlanke Ausgestaltung sicherzustellen und die verschiedenen Produktbereiche gerecht zu adressieren: „Gerade im Bereich der Registrierung bietet es sich an, etablierte und gut funktionierende Systeme einzusetzen, die entsprechendes Know-how im Registrierungsprozess mitbringen. Außerdem sollte im weiteren Verfahren der EPR-Umsetzung auch darauf geachtet werden, dass einzelne Produktgruppen mit ihren besonderen Anforderungen gebührend berücksichtigt werden. Dies betrifft vor allem den Schuh- und den Heimtextilbereich. Dafür werden wir uns auch im weiteren Prozess stark machen. Besonders positiv bewerten wir den lösungsorientierten Input aller Beteiligten.“