Demnach geht der Index im Vergleich zum Vormonat zurück, bleibt aber weiterhin über dem Vorjahresniveau. Für Unsicherheit und eine entsprechend gedämpfte Stimmung sorgen laut dem HDE vor allem die haushaltspolitischen Entwicklungen sowie die konjunkturellen Aussichten.
Die bereits im Weihnachtsgeschäft spürbare Kaufzurückhaltung der Verbraucherinnen und Verbraucher dürfte in den ersten Wochen des neuen Jahres 2024 anhalten. Wenngleich die Anschaffungsneigung höher ist als noch vor einem Jahr, zeigt sich im Vergleich zum Vormonat ein Rückgang. Währenddessen bleibt die Sparneigung der Verbraucher nahezu unverändert. Im Vergleich zum Vormonat steigt sie nur marginal. Eine große Rolle spielen hierbei laut dem Verband insbesondere Unsicherheiten mit Blick auf etwaige zusätzliche finanzielle Belastungen. Vor diesem Hintergrund entwickelt sich der private Konsum in den kommenden Wochen und Monaten voraussichtlich zunächst verhalten.
Der Blick auf die Einkommenserwartungen der Verbraucherinnen und Verbraucher bestätigt laut HDE ihre finanziellen Unsicherheiten. Die Konsumenten gehen offenbar davon aus, dass sich ihr frei verfügbares Einkommen in nächster Zeit verringern wird. Zwar sei am Arbeitsmarkt weiterhin kein deutlicher Einbruch zu erkennen, doch Signale einer Verbesserung der Lage blieben ebenfalls aus. Hinzu kämen die haushaltspolitischen Beschlüsse der Bundesregierung, die spürbare Belastungen für die Verbraucher etwa bei den Energiekosten mit sich bringen. Dass auch von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung kein positiver Impuls zu erwarten sei zeigten sowohl aktualisierte Konjunkturprognosen als auch die Konjunkturerwartungen der Verbraucher.
Die Verbraucherinnen und Verbraucher starten somit laut HDE eher pessimistisch in das neue Jahr. Da sich ihre Stimmung nach dem Jahreswechsel deutlich eintrübt und bei Anschaffungen die Zurückhaltung überwiegt, komme der private Konsum Anfang 2024 nicht in Schwung. Zu erwarten sei eine vorerst verhaltene Entwicklung von Konsum und Gesamtwirtschaft.
Das jeweils am ersten Montag eines Monats erscheinende HDE-Konsumbarometer basiert auf einer monatlichen Umfrage unter 1.600 Personen zur Anschaffungsneigung, Sparneigung, finanziellen Situation und zu anderen konsumrelevanten Faktoren.