„Elektronische Lieferantenverfügbarkeit im Warenwirtschaftssystem“ beschreibt das neue Projekt ganz treffend, Elvis ist aber doch griffiger. Entstanden war die Idee aus einem Austausch mit dem Gabor-Produktverantwortlichen Ralf Meurer, berichtete Roman Degenhardt. „Er hat mich damals gefragt, warum eigentlich so wenige das Nachorderangebot nutzen“, so der Händler. Demnach hätten nur 25% das Gabor-Nachorderprogramm überhaupt genutzt. Möglicherweise, mutmaßte der Händler, könne man den Komfort für den Handel erhöhen. Denn bislang hatte jeder Hersteller seine eigene Plattform und musste jedes Produkt vor der Nachbestellung mit dem Bestand abgleichen. Dank Elvis werden nun alle aktuell lieferbaren Bestände direkt in der Warenwirtschaft angezeigt. So können bei guten Abverkäufen direkt im System neue Mengen nachgeordert werden. Das bislang noch simple Produkt biete viel Potenzial ausgebaut zu werden, so Degenhardt. Bald sollen auch die künftig lieferbaren Produkte angezeigt werden können. Außerdem sollen Händler markieren können, welche Produkte sie gerne bestellen würden, wenn diese vorrätig wären. So können Handel und Industrie einander zu Planungssicherheit verhelfen. Außerdem wäre es möglich, dass Schuhe, die zuvor in nicht abgerufenen Aufträgen gebunden waren, nun anderen Händlern angeboten werden können.
Viele Hersteller wollen mitmachen
Nun, da sich der Test bewährt hat, wollen sich laut Degenhardt weitere Hersteller beteiligen. Berkemann, Marc Shoes, Solidus, Lloyd und Esgano seien bereits mit dem System verbunden. Viele weitere implementieren gerade die Liveschaltung oder sind in der Planung dazu. „Es sind fast alle wichtigen Hersteller dabei“, fasst es der Händler zusammen. Ein wichtiges Zeichen dafür, dass nun endlich die Bereitschaft da sei, branchenweit Lösungen zu finden. Mit Elvis und auch Dave gebe es nun Projekte, bei denen alle Akteure auf eine Lösung zugreifen könnten, die den Prozess für alle vereinfacht. Das sei in der Vergangenheit nicht so einfach möglich gewesen.