Bürkle schwebte vor, die Übernahme mit dem Umzug auf eine neue leer stehende Fläche in Reutlingen zu kombinieren. Diese wurde übergangsweise vom benachbarten Wäscheladen Wörner als Pop-up-Fläche für Bademode betrieben. In einer nachbarschaftlichen Aktion setzten sich die Gewerbetreibenden dafür ein, eine gute Lösung für sie zu finden. Sie ist auf der zentralen Wilhelmstraße ohnehin besser gelegen als vorher und soll mehr Laufkundschaft anlocken. „Ich war bei dem Prozess zunächst ein wenig außen vor und wurde irgendwann gefragt, ob ich mir das auch vorstellen kann. Ich meinte erst: Ich weiß es nicht. Aber dann haben wir es einfach gemacht. Es wäre schließlich auch ein herber Verlust gewesen, wenn der Laden von Sabine verloren gegangen wäre“, erinnert sich Kristin Fitterer.
Zur Eröffnung wurden die neuen Nachbarn dann auch direkt zum Start von den Wörner-Inhaberinnen Silke Brucklacher und Kristina Wilhelm begrüßt. Sie brachten einen Präsentkorb mit Reutlinger Spezialitäten mit, um sich in der neuen Heimat einzuleben. Der Erfolg beweist, dass es sich lohnt, sich für eine gute Zusammenarbeit vor Ort zu engagieren. Kristina Wilhelm ist überzeugt, dass das für inhabergeführte Geschäfte heute überlebenswichtig ist: „Es ist essenziell, sich gegenseitig zu unterstützen, um als Einzelhändler zu bestehen. Wir tauschen Kontakte aus, machen Werbung füreinander. Wenn wir das nächste Mal unsere Modenschau machen, sind dann vielleicht auch Barfußschuhe dabei.“