Unter dem Eindruck schwerer Krawalle und Plünderungen in Frankreich und Italien befürchten die Verbände auch hierzulande massive Betriebsstörungen durch Blockaden sowie ein erhöhtes Risiko für Vandalismus und Angriffe auf den gewerblichen Einzelhandel.
Um die Sicherheit von Beschäftigten, Kundschaft und Passanten in Düsseldorf, Berlin, Hamburg, München und weiteren Städten zu gewährleisten, verlangen die Wirtschaftsverbände von der Politik eine sichtbare und ausreichend dimensionierte Polizeipräsenz, das konsequente Unterbinden illegaler Blockaden, die Verfolgung von Eigentumsdelikten sowie einen engeren, strukturierten Informationsaustausch zwischen Behörden und der betroffenen Wirtschaft. Von der Bundesregierung wird zudem ein aktuelles Lagebild gefordert, damit Handelsunternehmen rechtzeitig eigene Sicherheitsvorkehrungen treffen können.
Zusätzliche Brisanz erhält die Lage durch Analysen von Sicherheitsdiensten wie dem Securitas Risk Intelligence Center und der EPP GmbH: Die von der Initiative Gen Z Regelt (GZR) primär gegen das neue Wehrdienstgesetz und für Bildungsreformen organisierten Demonstrationen bergen eine hohe Eigendynamik. Obwohl die Initiatoren offiziell zu friedlichen Märschen aufrufen, warnen Behörden und Sicherheitsanalysten eindringlich vor einer gezielten Instrumentalisierung durch gewaltbereite Akteure, darunter linksextremistische Gruppierungen (wie den Kommunistischen Aufbau oder die SDAJ) sowie radikale migrantische Kreise. Da GZR die Proteste in den meisten der 21 angekündigten Städte nicht direkt kontrolliert, steigt das Eskalationsrisiko in den dezentralen Strukturen deutlich an.