Hintergrund der finanziellen Schieflage der Zero Unternehmensgruppe seien die gravierenden Veränderungen innerhalb der Modebranche, die zu hohem Wettbewerbsdruck und Umsatzrückgängen speziell im mittleren Marktsegment geführt haben. So drängen zahlreiche internationale Modekonzerne auf den deutschen Modemarkt, gleichzeitig sei der Preisdruck durch Fashion-Discounter gestiegen. Darüber hinaus habe sich das Kaufverhalten der Kunden in den letzten Jahren stark verändert und vom stationären Handel hin zum Online-Handel verlagert. Reinhard Fischer, geschäftsführender Gesellschafter der Zero Gruppe, erklärte: „Wir haben verschiedene Ansätze vorangetrieben, um die Firmengruppe in einem schwierigen Branchenumfeld neu auszurichten, wie etwa die Marke Zero mit einem neuen, design-orientierten Store-Konzept zu stärken. Zudem wurde der Online-Shop neu aufgebaut. Die eingeleiteten Maßnahmen reichten jedoch nicht aus, um die hohen Belastungen durch Umsatzrückgänge sowie ungünstige Kostenstrukturen, u.a. durch langjährige Mietverträge, zu kompensieren.
Die Löhne und Gehälter der rund 1.000 Mitarbeiter seien nach Angaben des Insolvenzverwalters bis Ende Mai gesichert. Der laufende Geschäftsbetrieb soll vorerst weiter geführt werden.