Die ANWR Group blickt auf das Geschäftsjahr 2025 zurück und konnte das ZR-Volumen um 1,5 % auf 19,6 Mrd. Euro steigern. Bei Umsatzerlösen von 625,6 Mio. Euro und einem Ergebnis vor Steuern von 7,1 Mio. Euro liegt die Unternehmensgruppe unter dem Vorjahresniveau. 2024 lag das ZR-Volumen bei 19,3 Mrd. Euro, die Umsatzerlöse bei 631,8 Mio. Euro und das Ergebnis vor Steuern bei 11,4 Mio. Euro.
Die angeschlossenen Handelsunternehmen profitieren von einer direkten Rückvergütung in Höhe von rund 39 Mio. Euro – ein Anstieg von knapp 10 % gegenüber dem Vorjahr. Auf Basis dieser Stabilität schlagen Vorstand und Aufsichtsrat erneut eine Dividende von 15 % vor. „Der Fachhandel befindet sich in einem strukturellen Wandel, der Offenheit und Anpassungsfähigkeit erfordert. Unser Anspruch ist es, unsere Händler aktiv bei dieser Transformation zu begleiten und gemeinsam neue Perspektiven zu erschließen“, betont Frank Schuffelen, CEO der ANWR Group eG.
Zentraler Fokus lag vergangenes Jahr auf dem Ausbau moderner Technologien und datengetriebener Lösungen für den Handel. Mit dem Handelscockpit bekommen die Händler die wichtigsten Kennzahlen des jeweiligen Unternehmens übersichtlich zusammengefasst und mit Markt- und Branchendaten angereichert zur Verfügung gestellt. „Durch die datenbasierten Analysen ist es möglich, sich mit ähnlich strukturierten Händlern zu vergleichen, Optimierungspotenziale gezielt zu identifizieren und sich dabei auf das Kerngeschäft zu konzentrieren“, so Schuffelen. Neu hinzugekommen ist der KI-gestützte Chatbot Anni. Er ermöglicht den angeschlossenen Händlern einen schnellen Zugang zu relevanten Informationen im Tagesgeschäft. Anni soll künftig als zentrale Einstiegslösung für alle Themen rund um die Unternehmenssteuerung dienen. Der Chatbot wird schrittweise an sämtliche Plattformen und Systeme der ANWR Group angebunden. Mit der Eröffnung des O1 Brandcube Anfang des Jahres 2025 wurde die Erweiterung des Ordercenters in Mainhausen vorangetrieben. Mittlerweile sind über 100 Marken vertreten.
Auf strategischer Ebene expandierte die ANWR Group vergangenes Jahr in neue Märkte, wie zuletzt in Dänemark, Italien und Polen. Außerdem konnten Unternehmen wie Globetrotter, Sport Schuster und BSTN in Deutschland sowie Biella Scarpe in Italien gewonnen werden. Die Verschmelzung der ANWR Garant auf die ANWR Group sei ein Beispiel dafür gewesen, wie die Organisationsstruktur gezielt verschlankt werden soll. „Unsere Aufgabe ist es, die Attraktivität des Fachhandels langfristig zu sichern und gleichzeitig die Rentabilität unserer Händler nachhaltig zu stärken“, beschreibt Frank Schuffelen. „Eine schlanke und leistungsstarke genossenschaftliche Struktur bietet dabei die notwendige Stabilität, um unternehmerische Eigenständigkeit mit der Stärke eines internationalen Netzwerks zu verbinden.“