Die Kommunikation ins Lager steht damit. Aber wie sollte ein Lager am besten aufgebaut sein, um vor Ort die größte Effizienz zu gewährleisten? Damit hat sich Dirk Haschke vom Unternehmen Descartes beschäftigt. Descartes arbeitet in der Logistik unter anderem mit Mücke, Anika Schuh, Högl, Lowa und Asphaltgold zusammen. Das Tool Descartes Pixi ist kompatibel mit Apollon und Pixi WMS und soll dafür sorgen, dass das richtige Teil zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist. Wer einen Online-Shop und mehrere Filialen betreibt, der hat es mit verschiedenen Versendelogiken zu tun. Für den Online-Shop müssen möglichst schnell Pakete mit Einzelstücken versendet werden. Im Versand zwischen Lager und Geschäften gibt es regelmäßige Lieferungen großer Mengen. Dazu können Aufträge mit besonders hoher Priorität hereinkommen, wie Amazon Prime-Bestellungen, die schnell verschickt müssen, um den Status als Prime-Händler nicht zu riskieren. Anstatt die Reihenfolge der Tätigkeiten manuellen Prozessen zu überlassen, können Algorithmen die effizientesten Picklisten für alle Mitarbeitenden erstellen. Beim Einladen ins Lager wirbt Haschke für eine chaotische Variante. Alles könne dort gelagert werden, wo gerade Platz ist. Solange die aktuelle Position jedes Teils mit einem Scan jederzeit bestätigt wird, geht nichts verloren. Dafür gibt es bei der chaotischen Lagerhaltung weniger Leerraum und es kann bis zu 40% mehr Platz genutzt werden. Es sei zwar beeindruckend, wenn ein Logistikmitarbeiter genau wisse, wo welches Teil liegt. Doch mit chaotischer Lagerhaltung und Anweisungen über das Handheld-Device sei man weniger abhängig von einzelnen Mitarbeitern und könne neue Mitarbeiter oder Aushilfen schneller einarbeiten. Einen weiteren Effizienzboost kann Cross-Docking bieten. Dabei muss gar nicht jedes Teil ins Lager geräumt werden. Wenn ein Teil beim Eintreffen bereits bestellt wurde, kann es stattdessen in einer Zwischenzone bleiben, wo es schnell weiter in den Versand geht.