„Ich sehe gute Sanierungschancen und gute Möglichkeiten für einen erfolgreichen Neustart des Traditionsunternehmens. Wir sind auf einem guten Weg und werden alle Weichen dazu stellen. Die Chancen sind positiv,“ sagen der Sanierungsexperte Jan Ockelmann von der Kanzlei SGP Schneider Geiwitz Nord und Insolvenzverwalter Stefan Denkhaus. „Mehrere Interessenten haben ihr Interesse an Bree bekundet und konkrete Angebote abgegeben. Diese werden nun kurzfristig gemeinsam mit dem Gläubigerausschuss ausgewertet und die finalen Verhandlungen geführt.“
Der laufende Verjüngungsprozess der Marke sowie die neu definierten Markenwerte „Nachhaltigkeit, Funktionalität und Modernität“ führten zu einer positiven Resonanz auf dem Markt. Jan Ockelmann: „Dank des bereits eingeleiteten Imagewandels und der damit verbundenen Marketingaktivitäten von Bree steht einer starken Positionierung der Traditionsmarke im Markt nichts mehr im Wege.“
Bree-Geschäftsführer Stefan Treiber bedankte sich anlässlich der Verfahrenseröffnung für das Vertrauen und Engagement: „In den vergangenen Wochen haben unsere Mitarbeiter in der für sie sicher belastenden Situation mit vollem Engagement ihre Aufgaben erfüllt. Die erfolgversprechende Neuaufstellung haben wir unseren treuen Kundinnen und Kunden sowie ganz stark unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu verdanken.“
Bree hatte am 15. Mai die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung beantragt. Die Eröffnung des Verfahrens ist ein formeller, im Insolvenzrecht notwendiger Schritt. Dieser habe auf den laufenden Geschäftsbetrieb von Bree und die Filialen keinerlei Auswirkungen. Im eröffneten Verfahren können nun die Gläubiger ihre Forderungen anmelden. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhalten weiterhin ihre Löhne und Gehälter, von nun an allerdings wieder direkt vom Unternehmen. In den vergangenen drei Monaten erhielten sie ihre Bezüge in Form einer Insolvenzgeldvorfinanzierung.