So entstand Tenhaag – eine Sneakermarke für Damen und Herren. Das Sortiment umfasst sportive Styles in Weiß sowie in frischen Farbkombinationen, mit markanten Böden, schnittigen Silhouetten und modischen Designelementen. Nicht nur die Optik soll dabei überzeugen, sondern auch das durchdachte Innenleben.
Im vergangenen Jahr wurden die ersten Modelle dem Handel präsentiert. Seit der Frühjahr/Sommer-Saison 2025 sind die Schuhe im Verkauf. Und die Resonanz ist positiv: Im Markt heißt es, Tenhaag habe sich erfolgreich zwischen Marken wie Skechers, New Balance, On, Hoka und Asics positioniert. „Der Start von Tenhaag kam im richtigen Augenblick. Es war ein golden moment“, sagt ein Marktbeobachter anerkennend. „Wir haben einen Punkt getroffen“, bestätigt auch Barbara Aichinger.
Aus dem Stand konnte das Unternehmen mehr als 300 Accounts mit Tenhaag beliefern. Darunter seien auch Händler, die vorher keine Schuhe von Paul Green führten. „Unsere Vision, eine Sportmarke im Schuhhandel zu platzieren, wurde von vielen Kunden geteilt. Das ist unser größter Erfolg. Und deshalb machen wir weiter“, so die Geschäftsführerin. Dass bei der ersten Kollektion eine Sohle angepasst werden musste, habe dem Erfolg der Marke keinen Abbruch getan. Die ursprüngliche Version mit Löchern wurde durch ein neues Design ersetzt. „Die neue Sohle ist sehr erfolgreich und bleibt fester Bestandteil der Kollektion“, sagt Aichinger.
Tenhaag ist für die Geschäftsführung kein kurzfristiges Projekt. Vielmehr handelt es sich um eine eigenständige Marke mit großem Potenzial. Die Entwicklung war mit hohen Investitionen verbunden und nicht ohne Risiko. Man habe einen klaren Plan, sagt Barbara Aichinger und fügt hinzu: „A bisserl Mut gehört dazu.“
Von Anfang an wurde Tenhaag als separate Business Unit geführt. Wer den Eingangsbereich des Unternehmens in Mattsee betritt, erkennt das sofort: Rechts sind aktuelle Tenhaag-Modelle in Schaukästen ausgestellt, vor einer gebrandeten Wand mit dem Slogan „You just need a haag.“ Auf der linken, in Grün gehaltenen Wand präsentiert sich Paul Green mit dem Motto: „Mein Schuh. Mein Weg.“
Auch in der oberen Etage sind die beiden Geschäftsbereiche räumlich getrennt. Jede Marke soll eigenständig entwickelt und gesteuert werden. Während Paul Green weiterhin in Kroatien produziert, lässt Tenhaag seine Modelle bei einem erfahrenen Partner in Vietnam fertigen. Die Leistenentwicklung für beide Marken erfolgt in Mattsee, unterstützt durch modernste Software und Technologien, um höchste Qualität sicherzustellen.
Für Paul Green entwickelt das Team um Torsten Tesche saisonal Kollektionen, die Trends aufgreifen und gleichzeitig tragbar bleiben. „Es ist immer eine Abwägung, was ein echter Trend ist und was nur ein kurzfristiges Thema“, erklärt der Produktexperte. Die ersten beiden Tenhaag-Kollektionen gestaltete er ebenfalls mit. Seit Februar 2025 ist Nils Meyer als Head of Product verantwortlich für die Kollektion.
„Unsere neue Marke ist Paul Green – und zugleich alles, was Paul Green nicht ist“, fasst Barbara Aichinger den Ansatz von Tenhaag zusammen. „Wir haben unser gesamtes Know-how in die neue Marke einfließen lassen und dennoch etwas ganz Neues entwickelt.“