Marc O’Polo hat sich im Schuhsegment trotz der schwachen Konjunktur hohe Ziele gesetzt. Stefan Jenner erzählt, mit welcher modischen Strategie die Marke im Schuhsegment wachsen möchte: „Wir sind sehr zufrieden. Wir haben einen sportlichen Plan, den wir Stand jetzt aber auch erreichen werden. Viele Modelle aus dem letzten Sommer wurden weiterentwickelt. Damit sind wir sehr erfolgreich, denn der Handel ordert, was etabliert ist und einen neuen Schliff bekommt. Das gilt zum Beispiel für unseren Retro-Sneaker, den wir mit einer Strick-Optik versehen haben. Für die Damen werden außerdem unsere Pantoletten und unsere Fisherman Sandals gut besprochen, für die Herren unsere Bootsschuhe.“ Bootsschuhe waren ein Hoffnungsschimmer für die Branche, der nun langsam vom Markt angenommen wird, berichtet auch Nora Johanna Werdich vom Filialisten Werdich mit über 35 Filialen in Süddeutschland: „Wir hoffen auf einen schönen Endspurt im August. Die Kunden sind sehr preisbewusst, doch wir sind davon überzeugt, dass es wichtig bleibt, nur mit Maß zu reduzieren. Einen Trend, der gerade anläuft, bemerken wir mit Bootsschuhen.“
Auch Alexander Brinkmann von Pepe Jeans erklärt, dass es bei der aktuellen Stimmung im Handel verkäufliche Modelle braucht, die ein kleines Extra bieten. In Kombination mit den Preislagen sieht er Pepe Jeans gut im Markt platziert. „Bei uns werden gerade entgegen der Marktentwicklung die Herren stärker, sodass wir uns in Richtung 50:50 Anteiligkeit bewegen. Wir erreichen die Herren mit unseren frischen Farbkombinationen und wertigen Materialmixen, die unseren Modellen einen besonderen Touch geben. Auch unsere Preislagen bis 100 Euro im Sommer werden gut angenommen. Bei den Damen ist nach wie vor Metallic gefragt, und auch Leo-Details sind immer noch ein zentrales Thema.“ Allgemein bewertet er die bisherige Saison differenziert: „Die Orderrunde läuft bisher durchwachsen, auch wenn wir ein positives Fazit ziehen können. Dennoch haben viele Händler Bestandsthemen, wofür wir partnerschaftliche Lösungen anbieten. Und was die Kaufzurückhaltung angeht, bin ich davon überzeugt, dass die Konsumenten nicht noch ein weiteres Jahr aussetzen werden. Dafür brauchen wir im kommenden Jahr ansprechende Modelle und Farben, um die Konsumenten wieder neu zu inspirieren.“