Laut einer aktuellen HDE-Umfrage rechnen 89 % infolge des Krieges zwischen Israel und den USA und dem Iran mit weiteren Kostensteigerung. Sie seien laut HDE-Präsident Alexander von Preen ratlos, wie sie die zusätzlichen Ausgabe erwirtschaften sollen: „ Das sind dramatische Werte. Die Bundesregierung muss reagieren. Wir brauchen jetzt spürbare Entlastungen. Dazu muss endlich die Stromsteuer für alle Unternehmen und Privatverbraucher auf das zulässige Minimum abgesenkt werden. Gleichzeitig ist der Faktor Arbeit zu teuer, wir brauchen einen Deckel für die Lohnnebenkosten bei 40 %“, so der HDE-Präsident. Die HDE-Umfrage zeigt, dass aufgrund der Kostensteigerungen 72 % der Händler kurz- und mittelfristig Arbeitsplätze in ihren Unternehmen in Gefahr sehen.
Vor allem mit dem angekündigten Maßnahmenpaket der Bundesregierung ist der Großteil der Befragten unzufrieden. 85 % bewerten die Kraftstoffsteuersenkung als unzureichend und als Tropfen auf den heißen Stein. Bei der Entlastungsprämie von 1.000 Euro wird große Ablehnung sichtbar: 83 % der Befragten sehen die Zahlung einer solchen Entlastung als staatliche Angelegenheit an, nicht als Leistung der Arbeitgeber. „Es kann doch nicht sein, dass der Staat den Bürgern Entlastung verspricht und dann die Unternehmen auffordert, das zusätzlich zum normalen Lohn aus ihren Budgets zu bezahlen. Das ist schlicht unredlich. Wer anschafft, muss auch zahlen. Ansonsten sorgt das in diesen ohnehin wirtschaftlich schwierigen Zeiten für enorme finanzielle Mehrbelastungen bei Unternehmen“, so von Preen weiter.
Die Umfrage wurde vom Handelsverband Deutschland vom 16. bis zum 20. April 2026 durchgeführt. Insgesamt antworteten 436 Handelsunternehmen aus ganz Deutschland.