Dabei startete die Kleine Fabriek, die am 6. und 7. Juli erneut auf dem Amsterdamer Messegelände RAI stattfand, diesmal eher gemächlich. Hauptgrund für das ruhige Opening war offenkundig das Fußballspiel der niederländischen Nationalmannschaft, das am Abend zuvor bis in die Nacht hinein stattfand. Doch aller Müdigkeit zum Trotz bewies die Kleine Fabriek mit ein bisschen Verspätung dann noch einmal mehr ihr großes Potenzial als sehenswerte Plattform für Kindermode und -lifestyleartikel. “Es ist immer toll, hier zu sein”, sagte unter anderem Françoise Postel vom französischen Kinderschuhbrand Easy Peasy. “Bei uns war schon am Sonntag viel los. Ich finde es toll, dass die Besucher hier immer so interessiert sind und auch wirklich Lust auf die neuen Kollektionen haben.” Auch Kim Evertse von Bunnies zeigte sich zufrieden mit dem Verlauf der Messe: “Die Kleine Fabriek lohnt sich für uns immer. Und es ist für uns schon aus Image-Gründen sehr wichtig, an der Messe teilzunehmen.”
Neue Areas
Einige Neuerungen hatte es im Zuge der 19. Ausgabe gegeben: Eingangsbereich und Hallenlayout waren überarbeitet, die traditionellen Pop-up- Stores neu platziert worden. Die neue Area ’Block‘ wartete mit besonders niedrigen Ständen auf, die für mehr Transparenz innerhalb der Messehalle sorgten. Hier waren vornehmlich Casual und Denim Brands wie Converse, Replay oder Gsus sindustries zu sehen. Die ebenfalls neue Area ’Fame‘ war für hochwertige Junior Fashion Labels reserviert, darunter auch das spanische Kinderschuhlabel Unisa. Aus der bereits bestehenden Area ’Object+‘ war im Zuge der Neustrukturierung schlicht ’Object‘ geworden. Wie gewohnt wurde hier eine gelungene Auswahl an Lifestyleartikeln, besonderen Kinderbüchern sowie Einrichtungsgegenständen und kleinen Gadgets präsentiert. Der altbewährte ’Sta(i)rs‘- Bereich war in ’Peek‘ umbenannt und ebenfalls einem Make-over unterzogen worden. Hier waren vielversprechende Newcomer-Labels zu sehen, darunter auch das kleine niederländische Schuhlabel Donsje, das sich auf hochwertige Lauflerner spezialisiert hat.
Innerhalb der Areas sorgten neue Plattformen zusätzlich für mehr Übersicht, darunter beispielsweise der ’Game on‘- Bereich, der speziell Streetwear-Labels Platz bot. Am Sonntagnachmittag fand außerdem erstmals die ’Junior Fashion Parade‘ statt, bei der rund 60 Kinder die neuesten Kollektionen von an der Messe teilnehmenden Brands präsentierten, darunter Cakewalk, Jottum und Oilily. Begleitet von drei Trompetenspielern zogen die Kids durch die Halle und sorgten so für Stimmung – obwohl dies bei der ohnehin positiven Atmosphäre auf der Messe eigentlich gar nicht mehr nötig gewesen wäre.
Die nächste Ausgabe der Kleinen Fabriek findet am 18. und 19. Januar 2015 statt und dürfte dann ganz im Zeichen des 20-jährigen Jubiläums stehen.
www.kleinefabriek.nl