Die schwächere Nachfrage hinterlässt auch bei den Verkaufspreisen Spuren. Im Schuhhandel sank der durchschnittlich erzielte Preis bei Damenschuhen gegenüber dem Vorjahr um 2,1 %, bei Herrenschuhen um 2,2 %. Dazu tragen sowohl niedrigere UVP als auch höhere Abschriften bei. Besonders deutlich zeigt sich dies im Herrengeschäft: Die Abschriftenquote erreicht 14,8 % und liegt damit 1,4 Prozentpunkte über dem Vorjahr. Der Modehandel zeigt erneut ein anderes Bild. Bei Herrenschuhen findet dort sogar ein Trading-up statt: Die durchschnittliche UVP liegt 1,9 % über Vorjahr, der tatsächlich erzielte Durchschnittspreis um 1 % höher. Bei Damenschuhen sinken die Durchschnittspreise im Modehandel dagegen um 2 %.
Auf Markenebene zeigt sich ein stark differenziertes Bild. Klarer Gewinner bei Damen wie Herren ist Birkenstock. Im Damenschuhgeschäft des Schuhhandels legt die Marke um 25,1 % zu und kommt dabei auf einen Umsatzanteil von 4,6 %. Im Modehandel beträgt das Plus 23,9 %. Auch Truman’s, Rohde und Josef Seibel legen im Schuhhandel zu. Dagegen geraten einige etablierte Marken stark unter Druck.
Bei Herrenschuhen wächst Birkenstock um 20,2 % im unabhängigen Schuhhandel und um 24,5 % im Modehandel. Auch hier fallen Rückgänge bei einigen etablierten Marken ins Gewicht. Zulegen können Rohde, Digel, Gant, Magnanni, die GEB-Eigenmarke Konstantin Starke, Marc O’Polo und Panama Jack.
Bei den Sportmarken – sowohl im Damen- als auch im Herrenbereich – zeigt sich, dass die Bäume nicht mehr in den Himmel wachsen: Hier kommt es ebenfalls überwiegend zu Umsatzrückgängen.