Im Rahmen der Umstrukturierung wurden die eigenen Shops von 14 auf neun reduziert, die sich nun ausschließlich in den Flughäfen Frankfurt, Berlin, Stuttgart und München befinden. Zudem musste sich das Unternehmen von 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern trennen, die nun neun Monate Zeit haben, sich über eine Transfergesellschaft coachen zu lassen und einen anderen Arbeitsplatz zu finden. Zusätzlich wurde das Picard-Werk in Tunesien im Juni 2020 geschlossen.
In Deutschland, der Ukraine und Bangladesch werden die Kollektionen aber weiterhin in eigenen Werken gefertigt. „Die Erhaltung unserer Manufakturen war uns eine Herzensangelegenheit. Nur so kann das Know-how des Feintäschnerhandwerks erhalten werden und wir können diesen Beruf weiterhin mit unseren Meistern begleitend ausbilden“, erklärt Georg Picard, Geschäftsführer Picard Lederwaren GmbH & Co. KG.
Picard: Die Kollektion
Die Kollektion wurde gestrafft, die Basic-Serien mit NOS-Funktion für Damen und Herren bilden aber weiterhin das Grundgerüst. Ergänzt werden diese durch ein saisonales High-Fashion-Programm aus Leder und Synthetik, bei dem die Nachhaltigkeit bei der Materialauswahl eine entscheidende Rolle spielen soll. Neben den Ledern, die zum Großteil aus von der LWG-zertifizierten Gerbereien stammen, werden synthetische Obermaterialien sukzessive durch recycelte Synthetics ersetzt, vollständig bis spätestens 2023.
„Wir freuen uns als Familienunternehmen im Normalbetrieb mit einer soliden Kapitalbasis und mit einem klaren Konzept für die Zukunft in das neue Jahr zu starten“, so Georg Picard weiter.