Fast die Hälfte der Verbraucherinnen und Verbraucher kauft nachhaltig ein. Das geht aus dem HDE-Konsummonitor Nachhaltigkeit 2024 des Handelsverbands Deutschland, für den über 1.500 Verbraucherinnen und Verbraucher gefragt wurden, hervor. Sowohl die Zahl der allgemein Nachhaltigkeitsbewussten als auch der Anteil der Nachhaltigkeitskäufer seien dabei gestiegen. Zwei Drittel der Befragten bezeichnet sich demnach als Nachhaltigkeitsbewusst. Das sind etwa 8% mehr als noch im Vorjahr. Um 9% ist die Zahl der nachhaltigen Käufer gestiegen, sodass der Anteil hier bei nun fast der Hälfte der Befragten liegt.
„Immer mehr Verbraucherinnen und Verbraucher kaufen nachhaltig ein und schätzen die entsprechenden Sortimente im Einzelhandel, die sich durch langlebige und hochwertige Produkte auszeichnen“, sagt HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Dennoch ist Nachhaltigkeit kein Selbstläufer: Wichtigstes Kaufsargument ist bei dem Thema das Preis-Leistungs-Verhältnis. Doch auch Themen wie Langlebigkeit und Qualität spielen eine übergeordnete Rolle, gefolgt von der Reparaturfähigkeit sowie faire Produktionsbedingungen der Produkte.
Insgesamt bleibt die Mehrheit der Befragten bei Neukäufen, wenn neue Kleidungsstücke oder Möbel benötigt werden. „Der Kauf neuer Ware bleibt bei Verbrauchern die erste Wahl“, so Genth weiter. „Doch auch der Neukauf lässt sich nachhaltig gestalten, etwa durch eine Entscheidung für Produkte aus recycelten Materialien oder fairer Produktion.“ Immerhin rund 40% der Befragten ziehen bei Neuanschaffungen auch Gebrauchtkäufe in Frage.