Mit einem Exportvolumen von 170,8 Millionen Paar und einem Gesamtwert von 3,45 Mrd. Euro verzeichnete die Branche ein Wachstum von 7,8 % in der Stückzahl und 6 % im Wert. Dabei ist vor allem die Entwicklung auf dem deutschen Markt nach einem schwachen Vorjahr wieder auf Wachstumskurs: Die Ausfuhren stiegen um 3,1 % auf 346 Mio. Euro, bei einem Volumenzuwachs von 8,5 % auf 13 Millionen Paar.
Während die Produktionszahlen laut dem spanischen Statistikamt um 7,6 % zulegten, verzeichnete die Branche auf dem heimischen Markt einen Umsatzrückgang von rund 6 %. Der Fokus vieler Hersteller liegt daher weiterhin auf dem Exportgeschäft – insbesondere innerhalb der Europäischen Union, die über 80 % des Gesamtvolumens aufnimmt. Neben Deutschland entwickelten sich vor allem Italien, Portugal und Polen positiv. Frankreich hingegen verzeichnete spürbare Rückgänge. Außerhalb Europas bleibt die USA wichtigster Einzelmarkt, während Asien insgesamt schwächer performt – mit Ausnahme von Hongkong.
Strukturell bleibt die Branche von Herausforderungen geprägt: steigende Lohnkosten, Fachkräftemangel und eine unklare politische Lage – insbesondere im Hinblick auf neue EU-Vorgaben zur Nachhaltigkeit. Hinzu kommt ein fragmentierter Messekalender, der es kleineren Marken erschwert, sich im deutschsprachigen Raum gezielt zu positionieren.
Für das erste Halbjahr 2025 zeigen sich stabile Tendenzen: Mit 75,5 Millionen Paar im Wert von 1,445 Mrd. Euro bleibt das Exportniveau nahezu konstant gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen blickt die Branche mit verhaltenem Optimismus in die Zukunft.