Die Außenhandelsbilanz entwickelt sich positiv: In den ersten fünf Monaten von 2025 wurden 159,8 Mio. Paar Schuhe mit einem Gesamtwert von 4,4 Mrd. Euro aus Deutschland ausgeführt. Das ist ein Anstieg von 4,0 % in Paaren und von 2,6 % im Wert. Der Durchschnittspreis eines exportierten Schuhs betrug 27,83 Euro was einem Rückgang von 1,3 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Die Exporte nach Polen (+11,5 %), Frankreich (+6,2 %) und Italien (+11,4 %) sind gestiegen. Die nach Österreich (-0,8 %), die Schweiz (-1,1 %) und das Vereinigte Königreich (-1,9 %) gesunken. In die USA wurden zwischen Januar und Mai 2025 6,9 Mio. Paar Schuhe exportiert., Das entspricht einem Anstieg von 22 % (Januar bis Mai 2024: 5,6 Mio. Paar Schuhe). Dennoch seien die deutschen Schuhhersteller angesichts der chaotischen Zollpolitik verunsichert und sie müssten sich immer wieder auf neue Maßnahmen und Änderungen in der US-Zollpolitik gegenüber anderen Nationen einstellen.
Bei den Einfuhren gab es in den ersten fünf Monaten des Jahres ein Plus von 17,2 %. Insgesamt wurden 331,2 Mio. Paar Schuhe in Deutschland importiert. Der Wert stieg um 18,8 % von 4,7 Mrd. Euro auf 5,6 Mrd. Euro. Der Durchschnittspreis eines importierten Schuhs stieg um 1,4 % von 16,77 Euro auf 17,01 Euro. Im Hinblick auf die Paarzahl ist China das wichtigste Importland von Schuhen mit einem Anteil von 41,7 % an allen nach Deutschland eingeführten Schuhen. Im Vergleich mit den ersten fünf Monaten von 2024 ist die Einfuhr von Schuhen aus China nach Deutschland um 13,0 % von 122,2 auf 138,0 Mio. Paar gestiegen. Deutliche Anstiege im Import von Schuhen sind für Vietnam und Indonesien zu verzeichnen. Bei beiden Ländern ist ein Anstieg um ein Drittel zu beobachten. Während aus Vietnam von Januar bis Mai 2024 49,9 Mio. Paar Schuhe in Deutschland eingeführt wurden, wurden im gleichen Zeitraum in 2025 67,9 Mio. Paar importiert. 20,5 % der importierten Schuhe stammen aus Vietnam.