So schloss die Mücke-Gruppe das Geschäftsjahr 2023 mit einem Netto-Umsatz von 104,7 Mio. Euro ab (2022: 102,8 Mio. Euro, +1,8%) und knüpft damit an das Vor-Corona-Niveau an.
„Nach herausfordernden Jahren war 2023 das erste weitgehend normale seit 2019. Der Fokus lag darauf, das operative Geschäft zu verbessern“, erläuterte ANWR-Vorständin Martina Novotny während der Generalversammlung am 5. Juni in Mainhausen. Diese Verbesserung des operativen Geschäfts habe bedeutet, den Umsatz zu stabilisieren, die Roherträge zu steigern sowie Kosten, wo möglich und sinnvoll, zu senken. „Das ist dem Team von Mücke gelungen“, so Novotny.
Die Rohertragsquote stieg von 42,1 auf 43,8%. Grund dafür waren laut Novotny eine geänderte Aktionspolitik sowie Optimierungen in der Warenbeschaffung. Das operative Ergebnis betrug 5,8 Mio. Euro, die Ebitda-Quote in Relation zu den Umsatzerlösen 5,5%.
Trotz hohem Kostendruck habe Mücke die Personalkosten auf Vorjahres-Niveau gehalten und die Raumkosten von 13,5 auf 12,3% gesenkt. Keine Änderungen hat es im Jahr 2023 gegenüber 2022 bei den Standorten (13 plus drei Outlets) und bei der Verkaufsfläche (56.000 qm) gegeben.
Festgestellt wurde eine leichte, aber kontinuierliche Verschiebung der Umsatzanteile von Schuhen hin zu Textilien. Die Umsatzerlöse mit Schuhen lagen 2023 bei einem Anteil von 61,4% , mit Textilien bei 35,3% und mit Accessoires bei 3,3%.
Mücke wird nach den Worten Novotnys im Jahr 2024 an den genannten Fokuspunkten festhalten. Sie sollen von verschiedenen Initiativen untermauert werden. Dazu gehören die Umsetzung einer neuen Formatstrategie und ein klarer Kundenfokus durch die Kommunikation über die Mücke-App sowie erweiterte Marketingaktivitäten und der Ausbau von vertrieblichen Maßnahmen. Zum 1. Juli 2024 wird zudem Eik Lippmann als Geschäftsführer mit vertrieblichem Schwerpunkt die Geschäftsführung verstärken und die Bereiche Vertrieb/stationärer Handel sowie E-Commerce und Facility Management verantworten. Felix Schmuck bleibt als Geschäftsführer verantwortlich für die Bereiche Supply Chain, Produkt und Marketing. Kathrin Schmidt leitet als Mitglied der Geschäftsleitung die Bereiche Personal, IT und Finanzen.
„Wir sehen weiterhin großes Potential in der Umsatz- und Ergebnissteigerung und gehen für 2024 von einem operativen Ergebnis im mittleren einstelligen Millionenbereich aus“, so Martina Novotny am 5. Juni in Mainhausen.