Galanteriemodelle in verschiedenen Farben und Varianten, insgesamt rund 40 Styles – das soll der Schwerpunkt der neuen Kollektion von Peter Kaiser für F/S 24 sein. „Wir entwickeln die neue Kollektion etwas anders als in der Vergangenheit. Damit wollen wir den Wünschen unserer Kunden noch besser entsprechen“, erklärt Peter Kaiser-Geschäftsführer Stefan Frank. Die Kollektion für H/W 23/24 sei sehr umfangreich und vielfältig gewesen; man habe neben Galanterie auch zahlreiche neue Sneaker-Varianten präsentiert. Letztlich sei Peter Kaiser aber vor allem für elegante Damenschuhe bekannt. Darauf wolle man künftig ein stärkeres Augenmerk richten, so Frank. Das Design-Team, das zu H/W 23/24 an Bord gekommen war, soll die nächsten Schritte beratend begleiten.
Konzentrieren will man sich außerdem auf das NOS-Geschäft. Deutsche Kunden sollen in den kommenden Wochen persönlich besucht werden. In den ausländischen Märkten Belgien, Niederlande, Österreich und Schweiz arbeitet das Unternehmen weiterhin mit Vertriebsagenturen zusammen.
Weil der erhoffte Aufschwung nach der Corona-Pandemie zunächst ausgeblieben sei und steigende Kosten die Kauflust nachhaltig dämpften, müsse man das Konzept anpassen und streng auf die Kosten achten, erklärt Stefan Frank gegenüber schuhkurier. Auch die jüngsten Insolvenzen im Handel und die Schließung zahlreicher Schuhgeschäfte machten dem Pirmasenser Unternehmen zu schaffen. Entschieden wurde, dass der in Eigenregie geführte Store in Wertheim geschlossen wird.
Zum Portfolio des Unternehmens gehören weiterhin Stores in Münster, München, Konstanz und Frankfurt.
Im September 2020 hatte das 1838 gegründete Unternehmen einen Insolvenzantrag gestellt. Im Zuge dessen kam es zu Entlassungen. Die Produktion in Pirmasens wurde eingestellt. Im Frühjahr 2021 übernahm Geschäftsführer Stefan Frank gemeinsam mit den Investoren Hans-Joachim und Gisa Sander die Marke Peter Kaiser, die Immobilie des Unternehmens in Pirmasens sowie Formen und Lagerware. Die neu gegründete Peter Kaiser Operations GmbH ging mit einem kleinen Team an den Start; die Fertigung der Schuhe erfolgt seitdem in Spanien.