Mit der Essenz in München endete die Orderrunde für H/W 2026/27. Und die hatte es in sich. Handel und Handelsvertreter sind gleichermaßen erschöpft. Schließlich haben alle gemeinsam etliche Termine in den Knochen. Die gedämpfte Stimmung in der Branche, geprägt von Unsicherheit und Sorgen, kam erschwerend hinzu. Die Herausforderungen aufzuzählen, das geht schnell. Bei den positiven Erlebnissen tun sich viele dagegen schwer.
Nicht alle Veranstaltungen der Orderrunde waren gut. Immer wieder wurde eine „ausbaufähige“ Frequenz beklagt. Wenn im Wochentakt Händler ihre Geschäfte schließen und die Zahl der Orderveranstaltungen gleichbleibend hoch ist, kann schwerlich mit vollen Gängen und Gedränge gerechnet werden.
In etlichen Gesprächen klang in den zurückliegenden Wochen wieder der Wunsch nach einer großen, übergreifenden Veranstaltung durch; einer Plattform für alle. Nach all dem Hin und Her um neue Messen, das die Branche im vergangenen Jahr beschäftigte, ist das erstaunlich: Da ist also immer noch diese Sehnsucht, die Dinge mögen doch wieder so werden wie früher: als alles gut war und die GDS 80.000 Besucher meldete.
Das ist lange vorbei – und wird nicht wiederkommen. Dennoch verändert sich der Markt weiter – und die Messen und Orderveranstaltungen mit ihm. Hersteller und Händler müssen sich mehr denn je überlegen, welches Event sich wirklich lohnt. Jede Reise, jede Teilnahme ist auch ein Kostenfaktor. Es zeichnet sich ab, dass es bei der enormen Zahl an Events und Terminen in Deutschland nicht bleiben wird. Vielleicht entsteht dann auch etwas Neues. Aber eine GDS, wie manche sie erträumen, wird es nicht wieder geben.