Bei Walbusch ist der Generationswechsel nun auch auf Gesellschafterebene abgeschlossen. Thomas Busch (88) hat seine verbleibenden Unternehmensanteile an seinen Sohn Christian Busch (54) übertragen. Dieser ist seit 25 Jahren in unterschiedlichen Positionen für die Walbusch Gruppe tätig.
Thomas Busch hatte das Unternehmen 1976 mit 45 Mitarbeitenden und einem Umsatz von 10 Mio. DM, umgerechnet rund 5 Mio. Euro, übernommen. Bis 2008 war er geschäftsführender Gesellschafter. Zu diesem Zeitpunkt erzielte die Gruppe nach Unternehmensangaben 320 Mio. Euro Umsatz und beschäftigte rund 800 Mitarbeitende.
„Ich schaue zurück auf ein erfülltes und erfolgreiches berufliches Leben voller Dankbarkeit für das große Engagement und langjähriger Verbundenheit vieler Mitarbeitenden“, sagt Thomas Busch anlässlich seines Ausscheidens als Gesellschafter.
Mit dem Generationswechsel verbindet Walbusch zugleich die weitere Neuausrichtung seiner Vertriebskanäle. Der klassische Katalog verliert nach Angaben des Unternehmens zunehmend an Bedeutung. In den vergangenen zwölf Monaten testete Walbusch unter anderem den Verkauf über Internet-Marktplätze wie otto.de und Shop-in-Shop-Flächen. Zudem eröffnete die zur Gruppe gehörende Marke Mey & Edlich eine stationäre Filiale in Köln. Für Frühjahr 2027 ist das erste Walbusch-Geschäft in den Niederlanden angekündigt.
„Der Modeeinkauf über einen Katalog verliert massiv an Bedeutung. Deshalb müssen wir mit unseren Produkten und Marken dorthin, wo die Kunden Mode erleben möchten“, sagt Christian Busch. Ziel sei es, die Abhängigkeit vom Katalog schrittweise zu reduzieren und Walbusch breiter aufzustellen.
Thomas Busch erklärt zum Abschluss: „Für mich ist es ein gutes Gefühl, Walbusch nun vollständig in die Hände meines Sohnes zu legen.“