Der Herzogenauracher Konzern steigerte seinen Umsatz im dritten Quartal nach vorläufigen Zahlen um 9 % auf 7,25 Mrd. Euro. Währungsbereinigt lag das Plus bei 7 %. Das Betriebsergebnis erhöhte sich um 37 % auf 1,01 Mrd. Euro. Die Bruttomarge verbesserte sich um 2,5 Prozentpunkte auf 54,3 %. Damit erreichte Adidas nach eigenen Angaben neue Quartalshöchstwerte.
Zum Ergebnis trug unter anderem eine Rückerstattung von US-Zöllen in Höhe von rund 200 Mio. Euro bei. Zudem profitierte das Unternehmen von einem starken Vollpreisgeschäft. Negative Währungseffekte belasteten dagegen die Entwicklung.
Adidas-Chef Bjørn Gulden hob insbesondere die positive Entwicklung in den Bereichen Fußball, Running und Training hervor. Auch die Nachfrage nach Bekleidung unterstütze das Wachstum. Schwieriger gestalte sich dagegen weiterhin das Lifestyle-Schuhgeschäft: „Die Investitionen und die Kreativität in unserem Marketing haben unsere Marke stark und Adidas weltweit wieder populär gemacht. Unsere Investitionen in Innovation zahlen sich aus. Ja, das Lifestyle-Geschäft mit Schuhen ist derzeit schwierig, vor allem aufgrund zu hoher Bestände und zu vieler Rabatte im Gesamtmarkt. Aber wir wissen, dass sich das bald wieder normalisieren wird. In diesem Umfeld versuchen wir nicht, kurzfristig das Maximum herauszuholen. Wir bleiben diszipliniert, stärken weiter unser Fundament für nachhaltiges und profitables Wachstum und konzentrieren uns weiterhin auf unsere mittelfristigen Ziele.“
Aufgrund der Geschäftsentwicklung hebt Adidas seine Prognose für das laufende Jahr an. Das Unternehmen erwartet nun ein Betriebsergebnis von rund 2,5 Mrd. Euro statt bislang 2,3 Mrd. Euro. Das währungsbereinigte Umsatzwachstum soll zwischen 9 und 10 % liegen. Für das vierte Quartal plant der Konzern zusätzliche Investitionen von rund 100 Mio. Euro, um die mittelfristige Profitabilität zu stärken.
Die endgültigen Geschäftszahlen für das dritte Quartal und die ersten neun Monate 2026 will Adidas am 29. Oktober veröffentlichen.