Der ifo Geschäftsklimaindex ist im Oktober 2026 von 89,9 Punkten im Vormonat auf 90,2 Punkte gestiegen. Wie das ifo Institut mitteilte, ist die Verbesserung vor allem auf optimistischere Geschäftserwartungen zurückzuführen. Ihre aktuelle wirtschaftliche Lage bewerteten die befragten Unternehmen hingegen etwas schlechter.
Deutliche Unterschiede zeigen sich zwischen den einzelnen Wirtschaftsbereichen. Im Verarbeitenden Gewerbe verbesserte sich das Geschäftsklima spürbar. Sowohl die Lagebeurteilung als auch die Erwartungen entwickelten sich positiv. Beide Indikatoren drehten erstmals seit mehr als drei Jahren wieder ins Plus. Zudem berichteten die Unternehmen von steigenden Neuaufträgen und planen, ihre Produktion auszuweiten.
Im Handel dagegen stagnierte das Geschäftsklima. Während die Unternehmen ihre aktuelle Geschäftslage schlechter einschätzten, verbesserten sich ihre Erwartungen leicht. Der Großhandel entwickelte sich dabei günstiger als der Einzelhandel.
Auch im Dienstleistungssektor trübte sich die Stimmung ein. Die Unternehmen zeigten sich mit ihren laufenden Geschäften weniger zufrieden, blickten jedoch etwas optimistischer in die Zukunft. Im Bauhauptgewerbe verbesserte sich das Geschäftsklima hingegen, insbesondere aufgrund einer positiveren Bewertung der aktuellen Lage.
Trotz der leichten konjunkturellen Erholung bleibt ein nachhaltiger Investitionsaufschwung aus Sicht der IKB Deutsche Industriebank unsicher. Solange Unternehmen nicht von stabileren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen überzeugt sind, dürften private Investitionen als Wachstumstreiber begrenzt bleiben. Die IKB prognostiziert für 2026 ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 1,0 % und für 2027 von 1,3 %.