Schuhhändler aus Würzburg

Gebrüder Götz kämpft gegen die Insolvenz

Logo von Gebrüder Götz (Quelle: Wikipedia)
Logo von Gebrüder Götz (Quelle: Wikipedia)

Gebrüder Götz will durch Sanierungsmaßnahmen eine Insolvenz verhindern. Unter anderem müssen die Mitarbeiter des Schuh- und Modehändlers aus Würzburg auf Gehalt verzichten. Das berichtet die Mainpost.

Ende April unterrichtete das Management von Gebrüder Götz laut Mainpost-Bericht auf einer Betriebsversammlung die Mitarbeiter über die wirtschaftlichen Probleme des Unternehmens. Klaus Borst und Karl-Otto Lang, die seit kurzem als Sanierer in der Geschäftsführung von Gebrüder Götz berufen wurden, sprachen hier von einer akuten Insolvenzgefahr. Machte Götz 2015 noch einen Jahresüberschuss von 280.000 Euro, so waren es 2016 etwa 152.000 und 2017 gar nur 59.000 Euro. „Wir brauchen 5 Mio. Euro Cash in den nächsten 18 bis 24 Monaten, um zu überleben“, sagten die beiden laut Mainpost.

Um dieses Ziel zu erreichen, werden 14 Vollzeitstellen abgebaut. Der Rest der Belegschaft müsse in vier Halbjahresschritten ab Mai jeweils auf bis zu 15% des Gehalts sowie in 2019 und 2020 auf Teile des Urlaubs- und Weihnachtsgeldes verzichten, heißt es weiter. Das eingesparte Geld werde in eine insolvenzgeschützte Versorgungskasse übertragen, erklärte Borst gegenüber der Mainpost. Es werde den Beschäftigten später zu 100% im Rahmen der Altersversorgung ausbezahlt – plus 20% Zuschlag. Der Betriebsrat habe diesem Modell zugestimmt. Nun müssten die Mitarbeiter bis 8. Mai noch eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnen.

Neben dem Stellenabbau und den Einschnitten beim Gehalt wollen die beiden Sanierer zugleich verstärkt in das Online-Business investieren. So soll im Herbst ein neuer Webshop gelauncht werden. Darüber hinaus soll die hauseigene Logistik-Abteilung auch anderen Unternehmen zur Verfügung gestellt werden. Das Modehaus im Würzburger Stadtteil Zellerau mit seinen 20 Mio. Euro Jahresumsatz soll erhalten bleiben.

Helge Neumann / 02.05.2019 - 13:33 Uhr

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