Herr Geimer, auf dem Kundentag stand unter dem Motto Connected Commerce im Mittelpunkt, dass die verschiedenen Tools miteinander kommunizieren können und verknüpft sind. Wie kann das noch weiterentwickelt werden und welches Potenzial sehen Sie hier noch für den Handel?
Michael Geimer: Wir sehen hier enormes Potenzial, um den Handel flexibler, effizienter und innovativer zu gestalten. Dabei werden Headless-Ansätze im E-Commerce und im ERP-Bereich in Zukunft eine entscheidende Rolle spielen. Unternehmen sollten diese Technologien in Betracht ziehen, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu sichern und Kunden ein erstklassiges Einkaufserlebnis zu bieten.
Sie haben Headless Commerce auch in Ihrem Vortrag als Zukunftsthema angesprochen. Dabei sollen Front-End und Back-End voneinander getrennt werden. Was bedeutet das in der Praxis?
Die Trennung von Benutzeroberflächen (Frontend) und Geschäftslogik/Datenverarbeitung (Backend) schafft eine höhere Flexibilität, Skalierbarkeit und Anpassungsfähigkeit. Dies ist notwendig, um auf Veränderungen im Markt aus technologischer Sicht besser und schneller reagieren zu können. Auch können dadurch Investitionskosten gesenkt werden, weil man beispielsweise verschiedene Vertriebskanäle (Online-Shops, Apps, etc.) deutlich schneller und kostengünstiger integrieren kann.
Für welche Etos-Programme ist das relevant?
Kurz und knapp gesagt, für alle unsere Softwarelösungen. Wir sind schon seit Längerem dabei, uns in diese Richtung zu entwickeln. Mit der Auskopplung vom Shop Commander, welches ursprünglich als reines Modul für Apollon entwickelt wurde, über unsere Needle-Apps, welche auch mit anderen Systemen interagieren können, haben wir die ersten Schritte in Richtung Headless unternommen.
Welche Vorteile soll der Händler in der Praxis davon haben?
Einer der wesentlichen Vorteile ist die nahtlose Integration und Interaktion von Anwendungen aus dem eigenen Hause oder von Partnern/Drittanbietern. Das ermöglicht eine schnellere Anpassung an Markttrends und Kundenanforderungen.
Welches Feedback gab es zum Kundentag und was sind die Pläne für nächstes Jahr?
Die Resonanz war sehr positiv. Unser Ansatz war es, nicht nur einfach Produkte zu zeigen und nette Vorträge zu halten, sondern echte Mehrwerte zu schaffen, indem wir einen Fokus auf relevante Themen gelegt und hier mit Praxisbeispielen aufgezeigt haben, wie Zukunft heute schon gehen kann. Durch das positive Feedback fühlen wir uns darin bestärkt, auch in Zukunft den Kundentag mit der Hausmesse zu kombinieren und weiter auszubauen.