„Wir bedauern die nun eingetretene Situation zutiefst, deren Folgen eine Katastrophe für die Beschäftigten und deren Familien sind. Sie sind zuvorderst die Leidtragenden“, erklärt der zuständige Verdi-Sekretär Robin Weller.
„Wir gehen davon aus, dass die Verantwortung für dieses Desaster bei der Unternehmensführung liegt, die es anscheinend versäumt hat, rechtzeitig die notwendigen Entscheidungen zu treffen und die Weichen für eine sichere Zukunft des Unternehmens zu stellen, damit die Arbeitsplätze erhalten bleiben. Diese Einschätzung ziehen wir aus den Schilderungen des Betriebsrats wie auch von Beschäftigten.“
Im Rahmen der engen Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat und durch Hinweise von Verdi-Mitgliedern sei von Umstellungsproblemen nach der Einführung von technischen Systemen berichtet worden, so die Gewerkschaft weiter. Zudem sei bekannt gewesen, dass Umsatzrückgänge, hohe Kosten und die Inflation das Unternehmen belasten.
Der Schock über die angekündigte Betriebsschließung sitzt tief. Die mehr als 1.300 betroffenen Arbeitnehmenden sind fast ausschließlich am Standort Pforzheim beschäftigt. Der Geschäftsbetrieb soll nach Angaben des Unternehmens „vollständig und endgültig stillgelegt werden.“ Ein Interessenausgleich und Sozialplan wurden bereits zwischen Betriebsrat und Unternehmensleitung verhandelt. Verdi will den Betriebsrat und die Beschäftigten in den kommenden Wochen und Monaten weiter beraten und unterstützen.