Insgesamt geht der HDE für das Jahr 2023 von einem Umsatz im Onlinehandel in Höhe von 85 Mrd. Euro aus. Dies entspricht einer Steigerung um 1% im Vergleich zum Vorjahr.
„Der Onlinehandel war viele Jahre der Umsatzturbo für den Einzelhandel in Deutschland“, sagt der stellvertretende HDE-Hauptgeschäftsführer Stephan Tromp. „Die hohen Wachstumsraten während der Corona-Jahre aber machen es der Branche schwer, die Messlatte immer weiter nach oben zu legen. Wir erleben deshalb auch in diesem Jahr eine weitere Normalisierung bei den Online-Umsätzen.“ Für das künftige Jahr werde ein Wachstum um 3,4% prognostiziert.
Dabei sind Marktplätze aus dem deutschen Onlinehandel längst nicht mehr wegzudenken. Das bestätigt auch der neue HDE-Online-Monitor des Handelsverbands Deutschlands, der die Aktivitäten des Onlinehandels des letzten Jahres zusammenfasst. Marktplätze gewannen dabei deutlich an Bedeutung und machen nun rund der Online-Umsätze aus. Insgesamt wurde ein Anstieg um 10% verzeichnet. „Mit Blick auf Temu ist in aller Munde, dass ein bedeutender Anteil der dort bestellten Waren unsere in der EU gültigen Vorgaben für Preisangaben, Webseitengestaltung, Produktsicherheit, Umweltschutz oder Steuer- und Zollrecht nicht einhält“, so Tromp weiter. „Das darf kein Dauerzustand sein. Wer hierzulande Waren anbietet, muss sich auch an alle Regeln halten. Das müssen die Behörden durchsetzen.“
Die meisten Einkäufe wurden außerdem über Smartphones getätigt. Rund 55% des Gesamtumsatzes wurden über die mobilen Geräte erzielt, was einem Umsatz von 47 Mrd. Euro entspricht.